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    Lebenshaltungskosten zogen im August deutlich an

    Inflationsrate bei 2,1 Prozent

    Die Lebenshaltungskosten in Deutschland haben im August deutlich angezogen. Verbraucher mussten für Waren und Dienstleistungen 2,1 Prozent mehr zahlen als noch vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Die Inflationsrate lag damit über der kritischen Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewährleistet sieht.

    Der Preisauftrieb in Deutschland habe sich "wieder verstärkt", teilte das Statistische Bundesamt mit. Zuletzt hatte die Teuerungsrate im April über der Zwei-Prozent-Schwelle gelegen mit einem Preisanstieg von ebenfalls 2,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat Juli legten die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent zu. Die Statistiker korrigierten damit ihre vorläufigen Schätzungen zur Inflationsrate im August um 0,1 Prozentpunkte nach oben - sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat.

    Auch bei den für den europäischen Vergleich berechneten Verbraucherpreisen verzeichnete das Statistische Bundesamt eine Teuerung oberhalb der Schwelle von zwei Prozent. Die Verbraucherpreise lagen demnach im August 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

    Hauptursache für den Preisanstieg seien die höheren Kosten für Energie gewesen, teilten die Statistiker mit. Mineralölprodukte verteuerten sich demnach um 10,3 Prozent: Heizöl wurde 13,5 Prozent teurer, Kraftstoffe 9,4 Prozent. Seit Wochen sind die Benzinpreise auf Rekordständen. Ohne den massiven Preisdruck bei der Energie wären die Lebenshaltungskosten den Angaben der Statistikbehörde zufolge nur um 1,4 Prozent gestiegen.

    Nahrungsmittel verteuerten sich auf Jahressicht um 3,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Unter anderem zogen die Preise für Obst (+ 9,2 Prozent), Fisch (+ 6,1 Prozent), Gemüse (+ 4,8 Prozent) und Fleisch (+ 4,6 Prozent) an. Zum Teil erheblich billiger waren den Angaben zufolge Molkereiprodukte und Eier sowie Speisefette und -öle. Der Preis für H-Milch sank demnach um 8,3 Prozent. Butter war sogar 23,7 Prozent billiger.

    Insgesamt mussten laut Statistik Verbraucher für Waren 3,2 Prozent mehr ausgeben. Dienstleistungen verteuerten sich demnach gegenüber August 2011 um 1,0 Prozent, wofür vor allem der Anstieg von Nettomieten (+ 1,1 Prozent) verantwortlich war. Flugtickets hätten sich um 4,2 Prozent verteuert, Pauschalreisen um 3,5 Prozent. Finanzdienstleistungen seien auf Jahressicht 18,0 Prozent günstiger geworden, teilten die Statistiker mit.

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