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    Israel ordnet Einberufung von Ultraorthodoxen zum Wehrdienst an

    Jerusalem (dapd). Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Dienstag eine Ausweitung der Wehrpflicht auf ultraorthodoxe jüdische Männer angeordnet. Mit einer sofortigen Umsetzung der höchst umstrittenen Initiative ist indes nicht zu rechnen: Barak räumte den zuständigen Behördenvertretern dafür eine einmonatige Vorbereitungszeit ein.

    Der Oberste Gerichtshof hatte ein Gesetz zur Freistellung Zehntausender ultraorthodoxer Männer vom sonst obligatorischen Wehrdienst zuvor für illegal erklärt. Eine von den Richtern gesetzte Frist für die Verabschiedung eines neuen Gesetzes läuft in der Nacht auf (den morgigen) Mittwoch ab. Baraks jüngster Vorstoß sollte daher ein rechtliches Vakuum schließen. Ultraorthodoxe Aktivisten kündigten unmittelbar nach der Entscheidung Widerstand an, andere äußerten wiederum Skepsis über eine tatsächlich Umsetzung der neuen Regelung. Immerhin war die Kadima-Fraktion Mitte Juli im Streit um die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe aus der Regierungskoalition ausgestiegen.

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