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    Sechs Jahre Haft wegen Mitgliedschaft im Terrornetzwerk Al-Kaida

    OLG Koblenz verurteilt 37-jährigen Deutsch-Afghanen

    Ein 37-jähriger Deutsch-Afghane ist unter anderem wegen Mitgliedschaft im Terrornetzwerk Al-Kaida zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Koblenz sprach ihn am Dienstag schuldig, Mitglied in zwei ausländischen terroristischen Vereinigungen gewesen zu sein. Dabei handelte es sich neben Al-Kaida um die Islamische Bewegung Usbekistan (IBU). Die Bundesanwaltschaft hatte für Ahmad S. siebeneinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung vier Jahre.

    Das Urteil beruhte nach Angaben eines Gerichtssprechers überwiegend auf "geständigen Aussagen" des Angeklagten. Er hatte demnach unter anderem eingeräumt, in einem Ausbildungslager in Pakistan gewesen zu sein.

    Die Bundesanwaltschaft hatte dem 37-Jährigen zur Last gelegt, sich im Jahr 2009 zunächst der IBU und später der Al-Kaida angeschlossen zu haben. Ahmad S. sollte demnach am Aufbau eines Terror-Netzwerks in Europa mitwirken. Der Angeklagte wurde im Juli 2010 im afghanischen Kabul festgenommen und befand sich danach zunächst in Gewahrsam der USA. Im April 2011 wurde er nach Deutschland ausgeliefert und saß seither in Untersuchungshaft.

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