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    IWF will Griechenland kein zusätzliches Geld mehr zahlen

    Schuldenschnitt für bisherige Hilfsgelder vorgeschlagen

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) will sich nicht an zusätzlichen Kosten für die Griechenland-Rettung beteiligen. Sollte Athen über die bisherigen Hilfsprogramme hinaus Geld benötigen, werde sich der IWF nicht daran beteiligen, sagte der griechische IWF-Vertreter Thanos Catsambas der Zeitung "Kathimerini". Die Schuldiger-Troika will am Samstag aus Athen abreisen.

    Griechenland hatte sich im Gegenzug für die Milliardenhilfen von Eurozone und IWF zu drastischen Sparmaßnahmen verpflichtet. Athen fordert für die Umsetzung nun einen Aufschub von zwei Jahren - wodurch neue Kosten entstehen, an denen sich der IWF laut Catsambas nicht beteiligen wird. Der IWF habe seine "Möglichkeiten erschöpft".

    Catsambas sagte, die Kosten könnten entweder durch zusätzliche Kredithilfe oder durch einen Schuldenschnitt öffentlicher Geldgeber wie der Europäischen Zentralbank (EZB) finanziert werden. Letzteren hält der IWF demnach für die "ratsamste Lösung". Im Rahmen eines ersten Schuldenschnitts verzichteten bereits private Gläubiger im Frühjahr auf Forderungen in Höhe von 107 Milliarden Euro, öffentliche Gläubiger waren nicht betroffen. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums wies Überlegungen eines Schuldenschnitts für die öffentlichen Gläubiger zurück.

    Die Troika aus IWF, EU-Kommission und EZB prüft in diesen Wochen, ob und welche Spar- und Reformauflagen Athen bisher erfüllt hat. Am Samstag sollten die Troika-Chefs nun abreisen, hieß es aus Kreisen des Hauses von Griechenlands Finanzminister Giannis Stournaras. Diese Abreise sei aber kein Zeichen für "Probleme", sagte der Sprecher von EU-Währungskommissar Olli Rehn. Die kurze Pause bedeute nicht, dass die Arbeit nicht weiter gehe, Experten der Troika blieben vor Ort. Die bisherigen Gespräche seien "produktiv" gewesen und hätten "erhebliche" Fortschritte gebracht.

    Aus dem griechischen Finanzministerium hieß es, Athen hoffe, die Verhandlungen mit der Troika über Einnahme- und weitere Kürzungsprogramme von insgesamt 13,5 Milliarden Euro für 2013 und 2014 noch am Freitag abzuschließen. Später hieß es, die Gespräche gingen weiter. Athen hoffe, dass nun in etwa einer Woche eine Einigung getroffen werde.

    Der Troika-Bericht zu den Fortschritten Athens ist Voraussetzung für weitere Hilfszahlungen. Der ursprünglich für September erwartete Bericht soll nun erst im Oktober vorliegen, wie der Kommissionssprecher sagte.

    Italiens Regierungschef Mario Monti begrüßte die Arbeit seines griechischen Kollegen Antonis Samaras. Die Regierung müsse "die notwendigen Reformen" nun fortsetzen, sagte Monti nach einem Treffen mit Samaras in Rom. Samaras sagte, sein Land werde die Probleme überwinden, ein Euro-Austritt wäre ein "Albtraum".

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