Beirut (dapd). In Syrien haben sich Regierungstruppen und Rebellen am Freitag trotz einer durch den internationalen Sondergesandten Lakhdar Brahimi vermittelten Waffenruhe schwere Kämpfe geliefert. Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte war auf Rebellenseite die radikalislamistische Gruppierung Dschabhat al Nusra, die einen Waffenstillstand abgelehnt hatte, in die Gefechte im Norden des Landes verwickelt. In anderen Regionen sei es zu Beginn des muslimischen Opferfests deutlich ruhiger als in den Vortagen gewesen.
Die Konfliktparteien hatten zugesagt, während der vier Feiertage die Waffen schweigen zu lassen. Allerdings behielten sich sowohl die Regierung von Präsident Baschar Assad als auch die Rebellen vor, auf Angriffe zu reagieren. Die Opposition in Syrien ist zersplittert, nicht alle Gruppen hatten der Waffenpause zugestimmt. Brahimi stehen keine offiziellen Mittel zur Verfügung, um die Situation vor Ort zu überwachen.
Nach den Informationen aus London konzentrierten sich die Kämpfe auf die Umgebung der Stadt Maaret al Numan an der Versorgungslinie Damakus-Aleppo. An anderen Orten hätten tausende Regimegegner die vergleichsweise ruhige Lage zu den größten Protestdemonstrationen seit Monaten genutzt. Vor Beginn der Waffenruhe seien in der Nacht zum Freitag in den Provinzen Homs, Deir el Sur sowie der Stadt Aleppo mindestens sieben Menschen bei Kämpfen getötet worden, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
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