Hamburg (dapd). Teure Rohstoffe wie Kaffee und Baumwolle haben Tchibo den Gewinn verhagelt: Der Nettoertrag fiel um rund ein Drittel auf 151 Millionen Euro, wie aus der am Freitag in Hamburg veröffentlichten Bilanz der Muttergesellschaft Maxingvest AG hervorgeht. Der Umsatz stieg dagegen um fünf Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Ein Tchibo-Sprecher sagte, 2010 sei mit einem überdurchschnittlichen Gewinn ein Ausnahmejahr gewesen, und die operative Rendite von 5,7 Prozent sei zufriedenstellend.
Als Ursache des gesunkenen Gewinns im vergangenen Jahr nannte der Sprecher hohe Rohstoffkosten bei Kaffee und Baumwolle. Die höheren Rohstoffpreise seien nicht vollständig an die Kunden weitergereicht worden. Kleider aus Baumwolle sind eines der wichtigsten Produkte in den Tchibo-Läden.
Der Konzern will trotz Gewinneinbruch will im laufenden Jahr seinen Modernisierungskurs fortsetzen und 86 Millionen Euro in die Renovierung der insgesamt 1.200 Filialen stecken. Letztes Jahr wurden 100 Verkaufsstellen umgebaut, so dass die Kunden auch wieder im Laden Kaffee trinken können. Laut Tchibo zieht in den renovierten Filialen der Umsatz kräftig an: Viele Kaffeetrinker nehmen dann doch Handtücher oder T-Shirts mit.
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