Weil ein Behördenbrief an ihn verloren ging, muss ein seit 32 Jahren in Kanada lebender Portugiese das Land verlassen. Jose Pereira berichtete dem stattlichen Rundfunksender Radio Canada am Dienstag, dass er mit einer Kanadierin verheiratet sei, vier Kinder und mehrere Enkelkinder in Kanada habe. Und nun müsse er mit seiner Frau nach Portugal - obwohl er kein Verbrechen begangen habe, sondern lediglich ein Behördenbrief verlorengegangen sei.
"Ich werde wie ein Krimineller behandelt und aus dem Land geworfen. Es macht einfach keinen Sinn", beklagt der 58-jährige Portugiese gegenüber Radio Canada. Vor etwa zwei Jahren hätte Pereira seine Aufenthaltsgenehmigung verlängern müssen - wozu die Behörden noch einige Nachfragen hatten. Die Behörden waren darüber informiert, dass der 58-Jährige zu dem Zeitpunkt seinen kranken Vater in Portugal pflegte und sandten den Brief entsprechend an die dortige Adresse. Der Brief erreichte den Mann allerdings nie - als er dort eintraf, war Pereira wieder in Kanada.
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Gerade in diesem Jahr wollte Pereira eigentlich die kanadische Staatsbürgerschaft beantragen und erfuhr dabei von den Sanktionen, die ihm bevorstehen. Die kanadische Regierung geht derzeit mit drakonischen Strafen gegen "Einwanderungsbetrug" vor. Das Land weist jeden aus, der auf ihre Nachfragen nicht antwortet - Pereira muss nun innerhalb der nächsten Wochen sein Haus in Quebec verkaufen und zurück nach Portugal.
Yahoo! Nachrichten/AFP
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