Berlin (dapd). Handwerkspräsident Otto Kentzler erwartet im neuen Jahr eine positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Kentzler sagte der Nachrichtenagentur dapd: "Die Handwerksbetriebe sind aktuell eine Jobmaschine." Sie bauten "trotz des Generationenwechsels mit vielen aus Altersgründen ausscheidenden Mitarbeitern Beschäftigung auf". In vielen Branchen seien "längst mehr Jobs offen als Arbeitslose gemeldet".
Kentzler betonte: "Die Handwerkswirtschaft wird weiter wachsen, mindestens um 1,5 Prozent. Der Binnenmarkt ist stabil, die Menschen investieren wieder in Werte statt in faule Papiere."
Kentzler verwies zudem darauf, dass Handwerksbetriebe "auf allen Ebenen in die Fachkräftesicherung investieren". Dabei gehe es unter anderem um die Qualifizierung der Mitarbeiter. Notwendig seien zudem "familienfreundliche Arbeitsbedingungen für junge Frauen und Männer".
Kentzler mahnte zugleich, die Euro-Länder müssten "zurück zu einer soliden Haushaltspolitik". Wenn das gelinge, steige auch wieder das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung.
Der Handwerkspräsident warnte: "Eine weiterhin mögliche 'Flutung' der Finanzmärkte durch EZB-Kredite oder die Bereitstellung von Kreditmöglichkeiten über den IWF birgt die Gefahr einer Inflation im europäischen Währungsraum. Davon wäre auch Deutschland betroffen, insbesondere mittelständische Unternehmen und die Privathaushalte."
dapd


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