Die Koalitionsfraktionen im Bundestag wollen die Förderung für die Kraft-Wärme-Kopplung nachbessern: Sie wollen den Zuschuss für neue Anlagen ab 2013 nicht nur um 0,5 Cent je Kilowattstunde erhöhen, wie von der Regierung vorgeschlagen, sondern sogar um 0,8 Cent, wie der energiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Klaus Breil, der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" sagte. Anlagen, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen (Kraft-Wärme-Kopplung), gelten als besonders energieffizient.
KWK-Anlagen werden je nach Anlagengröße gefördert, die Sätze würden laut Bericht mit der geplanten Erhöhung von 1,41 bis 5,41 Cent pro Kilowattstunde reichen. Breil sagte der Zeitung, Hausbesitzer, die sich ein Mini-Kraftwerk in den Keller stellen und selbst Strom und Wärme produzieren, könnten sich die Förderung für mehrere Jahre vorab auszahlen lassen. Hiervon erhofft sich die Koalition einen Schub für Klein- und Kleinstanlagen von bis zu zwei Kilowattleistung und damit für den Ausbau einer dezentralen Energieversorgung.
Die Bundesregierung will den Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung an der deutschen Stromerzeugung auf 25 Prozent bis zum Jahr 2020 auszubauen. Über die Novellierung des Gesetzes stimmt der Bundestag am Donnerstag ab. Neben der besseren Förderung von Neuanlagen sollen bestehende Kraftwerke mit dem Gesetz leichter nachgerüstet und modernisiert werden können.


