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    Koalitionsabgeordnete sagen Nein zu Griechenland-Hilfen

    SPD wirft Bundesregierung geschönte Zahlen vor

    Wenige Tage vor der Bundestagsabstimmung über die neuen Milliardenhilfen für Griechenland haben weitere Koalitionsabgeordnete ihren Widerstand angekündigt. Der CDU-Haushaltspolitiker Klaus-Peter Willsch und der FDP-Abgeordnete Frank Schäffler sagten, sie würden am Montag dem Rettungspaket nicht zustimmen. Die SPD warf der Bundesregierung vor, die Bürger mit geschönten Zahlen über die Höhe der Griechenland-Hilfe zu täuschen.

    "Hoffentlich folgen möglichst viele meiner Kollegen der Forderung des Bundes der Steuerzahler", sagte Willsch laut einem Bericht von Handelsblatt Online. "Ich werde Griechenland II auf keinen Fall zustimmen." Zuvor hatte bereits der CDU-Abgeordnete Wolfgang Bosbach sein Nein angekündigt.

    Willsch verwies darauf, dass den skeptischen Abgeordneten im Mai 2010 versprochen worden sei, Geld gebe es nur gegen die Erfüllung harter Auflagen. "Nun wurden und werden diese Auflagen von Griechenland nicht erfüllt, Geld gibt es aber trotzdem", kritisierte das Mitglied im Haushaltsausschuss. Das sei Konkursverschleppung oder gar Untreue. Der CDU-Politiker plädierte für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

    Der Bundestag stimmt am Montag über die Entscheidung der Eurozonen-Finanzminister ab, weitere Hilfen von 130 Milliarden Euro für das hochverschuldete Griechenland zu leisten. Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, hatte den Bundestag aufgerufen, das neue Hilfspaket abzulehnen.

    Angesichts der erneuten Rückstufung Griechenlands durch die Rating-Agentur Fitch auf die schlechteste Note vor einem Zahlungsausfall sagte auch der FDP-Abgeordnete Schäffler, er lehne weitere Milliardenhilfen strikt ab. "Ich werde unter den gegebenen Voraussetzungen nicht zustimmen", sagte Schäffler den Dortmunder "Ruhr Nachrichten". Die Annahmen über die künftige Entwicklung in Griechenland, die dem Rettungspaket zugrunde gelegt würden, seien viel zu positiv, fügte Schäffler hinzu.

    Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Schneider, kritisierte in der "Süddeutschen Zeitung", in den öffentlichen Verlautbarungen der Regierung sei stets davon die Rede, dass das zweite Paket Kredite im Umfang von 130 Milliarden Euro umfasse. Tatsächlich seien es aber 165 Milliarden, da aus dem ersten Programm noch rund 35 Milliarden Euro übrig seien. Anders als zunächst behauptet verfielen diese nicht, sondern würden ins zweite Paket übernommen.

    Aus Schneiders Sicht spricht Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dennoch weiter von 130 Milliarden, da er bei der Bundestagsabstimmung sonst um eine eigene Mehrheit der Koalition fürchten müsste.

    Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, sagte in der "Passauer Neuen Presse", bei der Abstimmung benötige Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine eigene Mehrheit. "Sonst ist sie gescheitert."

    Die SPD werde "verantwortlich entscheiden", sagte Oppermann. Er rechne mit einer Mehrheit innerhalb seiner Fraktion. Die Entscheidung für ein Hilfspaket sei nicht einfach. "Die Alternative wäre jedoch, dass Griechenland bankrott geht und die Eurozone verlässt. Dieses Szenario birgt erhebliche Ansteckungsgefahren und unüberschaubare Risiken. Wenn Europa zurück in nationalstaatliches Handeln fällt, gibt es nur Verlierer." Griechenland könne die Hilfe nicht versagt werden.

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    93 Kommentare

    • Frank  •  vor 3 Monaten
      Wenn sie zustimmen, dann ist das Verrat am Deutschen Volk, mehr nicht und die Quittung wird folgen, versprochen!
      • Holger vor 3 Monaten
        Nein, die Quittung folgt eben nicht. Seit Jahrzehnten werde wir belogen und betrogen von raffgierigen, primitiven und unterbelichteten Existenzen die sich "Spitzenpolitiker" nennen. Das ist schlimm genug. Schlimmer aber ist, geradezu zum verzweifeln, dass Sie vom Volk gewählt sind !!!!!!!!!!!!!
      • norbert vor 3 Monaten
        Und diese Ossi#$%$ wird wieder gewählt werden von den geistig minderbemittelten CDU-Wählern
    • Frechdachs  •  vor 3 Monaten
      Was ich nicht verstehe ist, weshalb nicht eine Gruppe von Abgeordneten Klage beim Bundesverfassungsgericht oder ....? einreicht, denn schließlich wird das Geld der Steuerzahler verschleudert!
      • Hausherr vor 3 Monaten
        Weil das Verfassungsgericht vermutlich diese Klage abweisen wird. man ist doch seit Jahren bemüht, diesen Senat mit stromlinienförmigen Typen zu besetzen.
      • Frechdachs vor 3 Monaten
        Hausherr, wirst recht haben. Ich glaube der Oberhirte des Verfassungsgerichts ist ein SPD-Genosse. Da käme also nichts bei heraus. Aber entsprechende Kläger würden schon wissen, wo die Klage erfolgreich wäre.
      • Hausherr vor 3 Monaten
        @Frechdachs
        Im Saarland gab es vor einigen Monaten folgendes Schauspiel: Der EX - Ministerpräsident gab seinen Posten an eine Nachfolgerin ab ( ohne Wahl ) und wurde zum Verfassungsrichter. Nahtloser Übergnang! Nun ist er gerade rechtzeitig dort angekommen, wo er übert seine ehemaligen Entscheidungen als Regierungschef richten kann. Dieses Land stinkt.
        Wer heute erfolgreich regieren will, muss die Schlüsselpositionen passend besetzen. Das parlament ist doch relativ egal - und das wissen auch Leute wie Herr Bosbach.
    • Gitmo Tiger  •  vor 3 Monaten
      In Amerika heißt es: America first!! Wann heißt es in Deutschland: Deutschland zuerst?
      • Kribi vor 3 Monaten
        Wenn keiner mehr sich etwas zu Essen kaufen kann..vorher gehen die Deutschen nicht auf die Straße....
      • Footworship since 1975 vor 3 Monaten
        Gitmo Tiger@: Genau richtig ! Eine sehr berechtigte Frage. Blöd nur, das die traurige Antwort darauf leider nur lautet: Nie.
      • Gitmo Tiger vor 3 Monaten
        Nur 1 Beispiel: Hessen kann sich angeblich kein kostenloses ,,Schulobst" leisten,wenn ich mit meinen Hunden in den Feldern spazieren gehe sehe ich Zentnerweise faule Äpfel unter den Bäumen liegen
    • rodiphil  •  vor 3 Monaten
      Das 2. Hilfspaket darf auf keinen Fall zur Auszahlung kommen, da es eine Pleite Griechenlands nicht verhindern wird. Die Milliarden waeren somit verloren. Es wuerde nur den k o r r u p t e n Regierungangehoerigen dieses Landes helfen. Man koennte sich nochmal die Taschen mit Euros vollstopfen, wie beim 1.Hilfspaket.

      der P e n s i o n a e r
    • heidi  •  vor 3 Monaten
      Weshalb noch mehr "Euro nach Athen tragen"? Griechenland wird ohnehin pleite gehen und man soll schlechtem Geld nicht noch gutes nachwerfen.
    • Quirin Minou  •  vor 3 Monaten
      Soll Frau Merkel ihr Pension verwetten, dass Griechenland nochmal voll handlungsfähig wird.
    • Pippi Langstrumpf  •  vor 3 Monaten
      Die Politiker handeln nicht im sinne der Menschen, sondern nur im eigenem Interesse. Wenn die EU fällt, spätestens dann, wird auch der EU - SCHWINDEL der Politik auffliegen. Man versucht VERZWEIFELT diese EU am Leben zu erhalten, koste es was es wolle. Es spielt dabei absolut keine Rolle was mit den darin lebenden Menschen geschieht -hauptsache wir haben eine EU. EUROPA IST KEIN USA FRAU MERKEL!
      • Andreas vor 3 Monaten
        Grün! Vollkommen richtig!
    • clara bethy  •  vor 3 Monaten
      Kotzt mich an wie der Opperman sich dauernd in Position bringen will, ist alles nur Spekulation fuer nach der naechsten Wahl, er ist scharf auf einen Ministerposten.
      Soll lieber Steine klopfen gehen das Weichei.
    • Ursula Möller  •  vor 3 Monaten
      Da gibt es was besseres! Auch auf uns trifft das zu! Firmeninhaber, die nicht bezahlt wurden, gingen in Deutschland zu tausenden kaputt! Warum kommt hier keine Amnesty??
      Schlagartig hätten diese wieder Kraft in Deutschland neu zu beginnen, hier kräht aber kein Hahn dannach, das ist alles egal, obwohl diese Leute keine Schuld haben.
      Was ich nicht so schön finde, dass man hier fast ausschliesslich auf Merkel rum hackt, ist doch egal welcher Politiker unser Land regiert, egal wer, auch der hätte hier wohl zustimmen müssen. Vorrang hat doch wohl unser Land, also eine Amnesty für geprellte ehemalige Unternehmer, kaputtgegangene Mittelständer und Selbständige in Deutschland!!!
      Das wäre doch mal eine Regierungsaufgabe!! mfg
      • Hausherr vor 3 Monaten
        @Ursula Möller
        Sehr richtig. Ich sehe auch ein egewisse Absicht dahinter, Kleinunternehmer und Mittelständler den Konzernen zu opfern.
      • lexi vor 2 Monaten
        wahre Worte Ursula, und du hast auch recht damit dass es nicht nur die Merkel ist. Rot/Grün hätte schon lange eine komplettbürgschaft übernommen, die ganze Zeit krakelen die rum aber stimmen dann brav dafür denn GR muss ja gerettet werden. Klar, die haben sie ja auf biegen und brechen reingeholt, fährt GR an die Wand und die Schockwelle ist in D zu spüren dann sind sie ja die gearschten denn ganz blöde sind dei Deutschen ja auch nicht, also immer schön vorsorgen für 2013 das sie ja gewählt werden und dann D statt GR an die Wand fahren.
    • derbesseredeutsche  •  vor 3 Monaten
      Eine Riesensauerei, wie hier wissentlich mindestens 130mrd verbrannt werden! es gibt eine studie, wonach GR noch mindestens 30jahre am tropf hängen wird; klar ist damit, daß weitere hilfen spätetens im nächsten jahr fällig werden! ich kann überhaupt nicht verstehen, wie ein so kleiner staat eine solche unmenge an schulden anhäufen kann. DARUM: WACHT AUF POLITIKER! NEIN ZUM HILFSPAKET! IHR SPIELT MIT DER ZUKUNFT DES DEUTSCHEN VOLKES! IHR HABT EINEN EID GESCHWOREN!
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      wenn keiner unserer nachbarn mehr etwas hat kenn uns auch keiner mehr helfen!
    • Guster  •  vor 3 Monaten
      Was für ein geeier der SPD Politiker!! Mal "nein" und dann "wir müssen doch helfen"
      Wenn Griechenland aus der Euro-Zone austritt passiert garnichts, rein nichts! --nur die Banken haben weniger Gewinn und dann.. dann müssen wir diese wieder retten.. bei einem Vorstandsgehalt im Jahr von 10 Millionen Euro!!!
    • Karl  •  vor 3 Monaten
      Wäre super wenn die mit NEIN stimmen und KEIN Geld mehr in Richtung Pleite-Land schicken! Und dann über Nacht die Grenzen zu und die Pleite abwickeln, z.B. Inseln verkaufen, Arbeitslose in GR ab in den Steinbruch und Steine klopfen für eine massive Grenzmauer!
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      wo bleibt das geld`es versinkt teils im beamtensumpf griechenlands und teils bei den banken! hierzlande läuft es auch nicht momentan es ist nur eine frage der zeit wann wir verramscht werden!
    • Wolfgang  •  vor 3 Monaten
      wer außer banken und hedge fonds hat schon geld in griechische schuldverschreibungen investiert.bei dem miserablen rating locken hohe gewinne-wenn den griechen wieder geld zufliest.diese institutionen haben halt eine mächtige lobby und werdfen sich dursetzen,gegen jede vernunft und und den willen der bürger.
    • Magda  •  vor 3 Monaten
      Wählt einfach das nächste mal das kleinere Übel,und der Käse ist gegessen.
    • Martin  •  vor 3 Monaten
      Ich hoffe, dass Schäffler & co. noch mehr Unterstützung finden !
    • Kribi  •  vor 3 Monaten
      Rsuwerfen, nicht gehen lassen. Betrügerisch in die EU gekommen und Lügen Lügen Lügen,
      Sie sollen abwerten, dann können sie wieder existieren. Aber ohne unser Geld!
    • Klaus B  •  vor 3 Monaten
      Was könne mit diesen Milliarden für die deutsche Bevölkerung getan werden, müsste das nicht nach dem Regierungseid die vorrangige Aufgabe der Regierung sein. Sollen doch die Griechen selbst sehen, wie sie aus der Misere kommen, schliesslich haben sie das im Wesentlichen ja selbst verursacht und die Euro-Aufnahme erschwindelt. Natürlich, die deutschen Politiker haben sich auch ganz gern aus politischen Gründen beschwindeln lassen, aber das ist ja in vielen Ländern so. Warum bittet man diese politiker nicht mehr zur Kasse, jeder Arbeiter in einem Betrieb ist ja auch für seinen Mist verantwortlich.
    • Heinz-Jürgen  •  vor 3 Monaten
      Nur eine Volksabstimmung könnte unseren Politikern beweisen, das die absolute
      Mehrheit der deutschen gegen die Veruntreuung der Steuergelder ist.
      Weil die das wissen, wollen die auch keinen Volksentscheid.
      Aber ich glaube, die in Berlin würden trotzdem so weitermachen, da wir ihrer Meinung nach alle ungebildete, ahnungslose Stammtischpolemiker sind.
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