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    Komapatient erwacht: Sein erster Wunsch - ein Chickenburger!

    Sam Boughen lag nach einer Lebertransplantation im Koma. Seine Familie bangte acht Tage lang um das Leben des jungen Familienvaters. Es hing am seidenen Faden - bis der 26-Jährige endlich erwachte. Gebannt warteten die Verwandten auf die ersten Worte Sams, sie rechneten mit einer emotionalen Begrüßung. Doch es geschah etwas, worauf sie partout nicht vorbereitet waren: Sam bat als erstes um ein Burger-Menü.

    Sams erster Wunsch nach dem Koma: ein Burger (Bild: ddp images)Gleich zwei Transplantationen musste Sam Boughen (26) aus Glastonbury über sich ergehen lassen. Der Brite litt an einer lebensbedrohlichen Krankheit und benötigte dringend eine neue Leber. Sein Vater Martin Boughen (53) spendete 60 Prozent seines eigenen Organs an Sam. Kurz nach der OP setzten jedoch erste Beschwerden ein und Sam, der bereits aus der Klinik entlassen war, musste erneut ins Krankenhaus. Wie die britische Zeitung „The Telegraph“ berichtet, litt der Patient an einer verstopften Arterie und die größte Angst der Familie bewahrheitete sich: Sams neue Leber wurde nicht ausreichend mit Blut versorgt und vom Körper abgestoßen.

    Nachdem das erste Spenderorgan versagte, konnte jedoch wie durch ein Wunder rechtzeitig eine zweite Leber für Sam Boughen gefunden werden. Das neue Organ wurde ihm in einer neunstündigen Operation eingesetzt. Der Körper des Patienten war aber so geschwächt, dass er sich im Zuge des Eingriffs eine E-Coli-Infektion und eine schwere Lungenentzündung zuzog. Die Ärzte sahen sich fortan in einem Konflikt: Die Medikamente gegen die Infektion würden seinem neuen Organ schaden – doch die Behandlung erwies sich als unumgänglich.

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    Sam wurde daraufhin in ein künstliches Koma versetzt. Acht Tage lang zitterten seine Angehörigen um den jungen Familienvater. Doch dieser kämpfte sich den Weg zurück ins Leben. Seine Verwandten trauten ihren Augen nicht, als er wieder zu Bewusstsein kam. Sprechen konnte der geschwächte Patient noch nicht, doch über eine App tippte er eine Nachricht in seinen iPad hinein. Gespannt las die Familie Sam Boughens erste Botschaft - und war reichlich verdutzt: Er bat um ein Burger-Menü von Kentucky Fried Chicken. Gegenüber dem „Telegraph“ erklärte der Hähnchenfan allerdings später, dass es nicht wirklich der Gedanke an Fastfood war, der ihm Kraft gegeben hatte: „Es war meine Tochter Lottie. Ich musste einfach für sie zurückkommen.“

    Jetzt ist Sam wieder zuhause bei seinem 19 Monate alten Sonnenschein und seiner Verlobten Saffron, die er im nächsten Jahr heiraten möchte. Wirklich gesund ist er jedoch nicht. Die Lungenentzündung ist noch nicht auskuriert und nach wie vor muss er einmal in der Woche zur Kontrolle ins Londoner King’s College Hospital. Der Musiker wird sein Leben lang auf Medikamente zur Unterstützung seiner Leberfunktion angewiesen sein.

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    Sams Vater Martin ist es besonders wichtig, einen Aufruf zu starten. „Es ist eine traurige Statistik, dass 96% der Bevölkerung ein fremdes Organ annehmen würde, während nur 30% selbst als Spender registriert sind.“ Wenn es aber die Organspende nicht gegeben hätte, „hätten wir Sam verloren”, so der Vater betroffen. Sein Sohnemann konnte das Menü, das er geordert hatte, als er aus dem Koma erwachte, übrigens nicht essen. Zu dem Zeitpunkt war er noch viel zu krank dafür. „Aber in dem Moment wussten wir, dass wir den alten Sam zurückhaben”, so Martin Boughen gegenüber „The Telegraph”.




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