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    Kristina Schröder meldet sich mit Kampfansage zurück

    Die Familienministerin kündigt Betreuungsgeld und Unterstützung beim Kinderwunsch an. Beim Thema Frauenquote widerspricht sie Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.

    Die Babypause ist zu Ende: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit der Geburt ihrer Tochter Lotte Marie keinen Zweifel daran gelassen, dass sie jetzt wieder voll präsent sein wird auf der politischen Bühne.

    Betreuungsgeld, Frauenquote, Vereinbarkeit und Pflege – die CDU-Politikerin hat für die zweite Hälfte der Legislaturperiode noch einiges vor.

    Kristina Schröder ist Deutschlands erste Bundesministerin, die während ihrer Amtszeit Nachwuchs bekommen hat. „Doch ich werde meine Familie nicht ins Schaufenster stellen“, sagte die 34-Jährige. Journalistenfragen, inwiefern die Geburt sie verändert habe oder ab wann sie ihre Tochter in die Krippe geben werde, wies sie freundlich, aber bestimmt zurück.

    Und keineswegs werde sie Kabinettsmitglieder fragen, wie sich der Beruf mit Familie vereinbaren lasse. Diese Äußerung spielte offenbar auf die Arbeitsministerin und siebenfache Mutter Ursula von der Leyen (CDU) an. „Da habe ich Gott sei Dank andere Möglichkeiten, mir Rat zu suchen“, sagte Schröder.

    Nicht über ihre Kinder, sondern über die Frauenquote will Schröder mit von der Leyen reden – doch ein netter Plausch von Mutter zu Mutter dürfte das nicht werden.

    Denn die Arbeitsministerin hatte im Sommer eigene Vorstellungen über die Einführung einer starren 30-Prozent-Frauenquote in Führungspositionen publik gemacht.

    Damit war sie Familienministerin Schröder, die sich damals bereits in Mutterschaftsurlaub befand und somit nicht reagieren konnte, in den Rücken gefallen. In der Union war dieses Vorpreschen als sehr unfair beurteilt worden.

    Schröder machte aber jetzt deutlich, dass sie sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Sie habe die Federführung bei diesem Thema, und sie werde im kommenden Jahr einen Gesetzesentwurf für die Einführung einer flexiblen Frauenquote vorlegen, kündigte Schröder an. Danach sollen Unternehmen sich künftig selbst eine Frauenquote geben, diese öffentlich machen und bei Nichterreichen mit Sanktionen belegt werden.

    „Eine starre 30-Prozent-Quote wäre etwa in der Stahlindustrie, wo nur wenige Frauen arbeiten, unsinnig und zudem weder verfassungskonform noch ordnungspolitisch richtig“, unterstrich die Familienministerin kämpferisch. Auch beim Betreuungsgeld hatte es während ihrer Abwesenheit eine heftige Debatte gegeben.

    Die FDP und auch einige Unionspolitiker halten die neue Familiengeldleistung, die ab 2013 Eltern gewährt werden soll, die ihre ein- und zweijährigen Kinder nicht in einer Krippe betreuen lassen, schlichtweg für überflüssig.

    Befürchtet wird zudem, dass gerade Kinder, die vom Besuch einer Kindertagesstätte besonders profitieren könnten, dann zu Hause betreut werden.

    „Das Betreuungsgeld steht im Koalitionsvertrag“, betonte Schröder. Allerdings arbeite sie an einem Kompromissvorschlag, den sie in den nächsten Monaten vorlegen werde. Sie halte es für falsch, die geplanten 150 Euro im Monat nur dann zu zahlen, wenn Familien den ab 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz nicht in Anspruch nehmen.

    Auch Eltern, die ihre Arbeitszeit wegen der Kindererziehung reduzierten oder nur einige Stunden in der Woche einen Kindergartenplatz benötigten, müssten eine materielle Unterstützung erhalten, sagte die CDU-Politikern, ohne indes Details ihrer Pläne zu nennen. Offenbar will die Ministerin den Kreis der Anspruchsberechtigten weiter fassen, als dies bislang geplant war.

    Mehr Unterstützung signalisierte Schröder zudem allen Paaren, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können. Seit 2004 übernehmen die Krankenkassen nur noch die Hälfte der Behandlungskosten einer künstlichen Befruchtung.

    Der Eigenanteil liegt somit in der Regel bei etwa 2500 Euro pro Versuch. In Folge dieser hohen Kosten ging die Zahl der im Reagenzglas gezeugten Kinder seither um 10.000 im Jahr zurück. Schröder will nun eine gemeinsame Anstrengung von Bund, Ländern und Gemeinden, um die betroffenen Paare bei den Kosten zu entlasten.

    Kämpfen möchte die Familienministerin auch dafür, dass beim Elterngeld nicht weiter gespart wird. Hochrangige Koalitionspolitiker wie Unionsfraktionschef Volker Kauder oder FDP-Generalsekretär Christian Lindner hatten diese einkommensabhängige Geldleistung, die Eltern in den ersten 14 Monaten nach der Geburt erhalten, infragegestellt.

    „Am Elterngeld wird nicht gerüttelt – dafür kämpfe ich“, versicherte Schröder. Diese Leistung gebe Eltern einen Schonraum, damit sie sich im ersten Jahr voll um ihr Kind kümmern können.

    Die Kürzungen im Rahmen des Sparpakets vom vergangenen Jahr seien schmerzhaft gewesen, sagte die Ministerin. Wohlhabende Paare erhalten seither weniger, Hartz-IV-Familien überhaupt kein Elterngeld mehr. Kristina Schröder: „Finanzminister Wolfgang Schäuble hat mir versprochen, dass damit die Familien für diese Legislaturperiode genug gespart haben.“

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    18 Kommentare

    • Joha1  •  vor 8 Monaten
      Diese Dummchen hat noch gefehlt.
    • abc  •  vor 8 Monaten
      auch sie wäre besser zuhause geblieben
    • wohltemperiert  •  vor 8 Monaten
      ...gut dass frau ministerin nen partner,freunde,familie etc. hat.
      frau ministerin kann wieder ran an die rente!
      wie viele frauen-männer haben diese sozialen bindungen nicht? und MÜSSEN ihre kid´s ALLEINE in diese kalte welt begleiten...
      werte frauen ministerinnen...vordenken nicht nachdenken...
      • Julia vor 8 Monaten
        Also wer ohne Partner schwanger wird, der braucht nun wirklich nicht jammern.
    • Julia  •  vor 8 Monaten
      Als würden Frauen wie Frau Schröder mehr oder überhaupt Kinder bekommen, wenn sie mehr Geld vom Staat bekämen. Frau Schröders Kind dient doch auch nur der Glaubwürdigkeit eines Familienministers?!
      Hätte sie es aus anderen Gründen bekommen, wäre sie jetzt noch daheim und würde sich darum kümmern.
    • lästerer  •  vor 8 Monaten
      Johann Wolfgang von Goethe / Faust / 1. Teil : ----- Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.... Der Rolli-Finanzer, verbiestert und rechthaberisch, wird´s schon richten.
    • Maik Müller  •  vor 8 Monaten
      Yahoo zensiert mal wieder ! Freschheit ! ! !
      • gjedda vor 8 Monaten
        Die finanzielle Unterstützung bzw. "Entlastung" bei Reagenzglasbabies kommt mir so vor wie der Verbrauch von 30lAutos bei den Amis. Beides ist absolut unnötig. Es sind schon weitaus mehr als genug "Menschen" auf diesem Globus und wir brauchen sicherlich nicht auch noch künstliche Hilfe bei der Fortpflanzung.
        Abgesehen davon wird Frau Schröder ja in den vorliegenden Kommentaren schon ganz richtig beurteilt, so daß ich mir das hier ersparen kann.
        -glückauf -
      • Manfred G vor 8 Monaten
        Eine Familienministerin die bereits nach wenigen Wochen ihr Baby alleine
        lässt und fremderziehen lässt kann nix taugen. Gerufen hat dieses recht unerfahrene Mädel wohl Keiner. Aber Gesetze ausdenken und vorschlagen....
    • Marcel  •  vor 8 Monaten
      Die soll einfach nur sterben gehen die Frau!
    • Marcel  •  vor 8 Monaten
      kleine erbärmliche #$%$
      • Hänsel vor 8 Monaten
        Wer hat dir denn in dein Gehirn g.e.s.c.h.i.s.s.e.n. ?
    • wolli m  •  vor 8 Monaten
      hat die Alte nicht ihren Dr.geklaut????????????????
      • ZG61 vor 8 Monaten
        Die jetzt ma nich - abba wer weiß watt noch alles zum Vorschein kommt, wenn man den Teppich erst lüftet.
      • Maik Müller vor 8 Monaten
        @Wolli: Iss doch föllig egal,- Abschaum bleibt Abschaum!
      • Michael S vor 8 Monaten
        @ Maik Müller: Schließ' mit dem Wort "Abschaum" nicht von dir auf andere!

        Im Übrigen: Man schreibt "völlig" mit Vogel-v, du Vogel!
    • ZG61  •  vor 8 Monaten
      Ihr habt in der Überschrift das "r" vergessen - es muß Krampfansage heißen.
    • J.M.  •  vor 8 Monaten
      Statt nebulöse Visionen zu verbreiten, sollte sie mal aufzählen, was sie bisher zustande gebracht hat…
    • G-Man  •  vor 8 Monaten
      kaum zurück sülzt die dumm durch die gegend. glaube mal, keiner hat sie wirklich vermisst. vielleicht kann man ihren mann noch mal motivieren. dann kommt wieder eine babypause und danac ist dann die aktuelle regierung nicht mehr da.
    • KK  •  vor 8 Monaten
      Na gut, dann schaun wir mal, wie weit das 'Kämpferische' der Dame geht - oder ob sie sich bei der Durchsetzung ihrer Vorhaben ähnlich obrigkeitshörig und gehorsam verhält, wie direkt nach ihrer Ernennung zur Familienministerin: Berufen zur Familienministerin, kritisiert worden weil zu dem Zeitpunkt noch unverheiratet und kinderlos, spontan geheiratet und Kind gekriegt. Braves Mädchen. So jemand braucht die regierende Partei. Aber nicht das deutsche Volk. Warten wir mal ab, ob sie tatsächlich was taugt....
    • berne  •  vor 8 Monaten
      ja ja, das kaut nun schon jeder Familienminister seit Jahren durch und was bleibt nüscht.
    • ZG61  •  vor 8 Monaten
      In der freien Wirtschaft wär ihr Job jetzt weg. Aber als Regierungsmitglied kann man ja mal das Programm voll durchziehen.

      Mensch - bei unseren Kindern gabs 6 Wochen vor und 6 Wochen nach der Geburt frei.
      Danach war der Job weg.
      Kein Elterngeld, keine Bockprämie, kein Kindergeld - nur in der Lohnsteuerkarte wurde ein Freibetrag eingetragen.
      Und - datt gab mehr Kinder
      • Michael S vor 8 Monaten
        Datt det mehr Kinder gab, lag einfach daran, dass es in deinen jungen Jahren noch keine Pille gab und die Kondome noch aus Fahrradschläuchen gemacht wurden!
      • ZG61 vor 8 Monaten
        @ Michael
        Fast richtig - stell Dir vor, unsere Kinder waren keine Zufallsprodukte.
        Bei uns war das richtig Familienplanung, ohne Jammern über evtl. Einschränkungen.
        Außerdem haste vergessen, wir haben gebrauchte Kondome ausgewaschen und wiederverwendet - löchrige wurden vulkanisiert.
      • Michael S vor 8 Monaten
        @ ZG61:
        Gute Antwort! Vor allem, dass man sich früher ohne Jammern über eventuelle Einschränkungen für Kinder entschieden hat.
    • Mensch  •  vor 8 Monaten
      bei "normalen " Frauen wäre das oft ausgeschlossen! viele bekommen die kündiging bevor sie zurück können. viele werden rausgestresst und krank gemacht!
      bei politiker läuft alles auf wolke 7
    • Andreas  •  vor 8 Monaten
      Gut, wenn Frauenquote, dann auch bei Müllmännern, Bauhelfern, Kanalarbeitern Straßenbauarbeitern usw.
      Denn sonst ist es keine Gleichberechtigung!
    • Maik Müller  •  vor 8 Monaten
      Soll bleiben wo der Pfeffer wächst ! ! !
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