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    Kritik an Quadriga-Preis für Putin

    Berlin (dapd). Die Vergabe des Quadriga-Preises an Russlands Regierungschef Wladimir Putin stößt auf Kritik. "Ich halte das nicht für eine gute Idee", sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Ruprecht Polenz (CDU), der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Auch der Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz äußerte sich kritisch. Die Bundesregierung enthielt sich am Montag einer Bewertung. Der Preis werde von einer eigenständigen privaten Vereinigung vergeben, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert.

    Allerdings weist die Netzwerk Quadriga gGmbH als Mitglieder ihres Kuratoriums nicht nur den ehemaligen Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Wolf-Ruthart Born, sondern auch Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) aus. In dem Gremium sitzen laut Internetauftritt der gemeinnützigen GmbH auch der CDU-Außenpolitiker Philipp Mißfelder und Grünen-Chef Cem Özdemir. Özdemir hat nach Angaben seiner Partei die Vergabe des Preises an Putin nicht unterstützt.

    Ein Sprecher des Auswärtigen Amts sagte, Born sei an der Entscheidung nicht beteiligt gewesen. Im Übrigen sei er aus dem Kuratorium ausgeschieden. Das Verkehrsministerium konnte zunächst keine Angaben machen, ob Ramsauer die Vergabe des Preises an Putin mitgetragen hat.

    Polenz äußerte sich dagegen eindeutig ablehnend. "Ironisch könnte man vorschlagen, dass Ex-Kanzler Gerhard Schröder die Laudatio auf den lupenreinen Demokraten Putin hält", sagte der CDU-Außenpolitiker. "Aber im Ernst: Putin hat Russland nur wirtschaftlich weiterentwickelt, nicht aber die Rechtstaatlichkeit und die Verwirklichung der Menschenrechte vorangebracht."

    Ihm sei beispielsweise keine Initiative Putins gegen die besorgniserregende Entwicklung bekannt, "die Präsident Dmitrij Medwedew selbst als Rechtsnihilismus beklagt", sagte Polenz.

    Der Berliner Kulturstaatssekretär Schmitz erklärte, die Nachricht von der Preisverleihung an Putin habe ihn überrascht. Er sei zu der Nominierungssitzung des Kuratoriums nicht eingeladen gewesen. "Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hätte ich meine Stimme nicht gegeben", betonte Schmitz. Die Quadriga sei "ein Symbol der Freiheit und des Strebens nach Demokratie". Dafür stünden zahlreiche Preisträger seit 2003. "Für den russischen Ministerpräsidenten trifft dies nach meiner Auffassung nicht zu", erklärte Schmitz.

    Der Preis wird am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, verliehen an "Vorbilder, die Aufklärung, Engagement und Gemeinwohl verpflichtet sind". Bei Putin soll "Berechenbarkeit gepaart mit Stehvermögen, Verlässlichkeit gepaart mit Kommunikationsfähigkeit" gewürdigt werden, wie die "Süddeutsche Zeitung" aus der Begründung zitiert hatte.

    Vergangenes Jahr waren unter anderen der griechische Premier Giorgos Papandreou, der letzte DDR-Ministerpräsident Lothar de Maizière und der frühere Innen- und jetzige Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit dem Quadriga-Preis ausgezeichnet worden.

    dapd

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    7 Kommentare

    • Longshanks  •  vor 10 Monaten
      Wer jemals in der ehemaligen Sowjetunion zu Zeiten Breschnews war, es während der Abwrackphase Gorbatschows u. Jelzins gesehen hat u. das Leben der Menschen danach unter Putin wahrgenommen hat, der weiß, dass Putin seinem Land wieder das gegeben hat, was ihm zusteht. Dem größten Land der Erde, mit nahezu allen existierenden Rohstoffen, einer unsagbar bedeutenden historischen Vergangenheit, einem leidvoll erkauften, gewonnenen Krieg mit mehr als 25 Millionen Toten...Selbstbewußtsein u. Macht. Die Menschen haben endlich wieder ein erträgliches Leben u. sind dafür gern bereit auf westliche Scheindemokratien zu verzichten!!!
      Ob dieser oder jeder x-beliebige Preis, Putin hat sie jedenfalls für sein Land alle verdient... Es wäre m.E. wünschenswert u. längst überfällig einen solchen Anführer in Deutschland zu wissen, statt dieser erbärmlichen Scharadenclique des Bundestags oder eines Schulsitzenbleibers als Bundespräsident (welch Schande für das Land der Dichter u. Denker)!!!
      • Nata vor 10 Monaten
        Ich danke Dir, Sebastian! Du schreibst mir aus der Seele!
    • Mirko  •  vor 10 Monaten
      Hier noch ein Paarvorschläge:

      Für ehrlich gewonnen wahlen:
      George Bush
      Etinne Gnassingbe Eyadema
      Robert Mugabe

      Für weltoffene Politik:
      Kim Jong-il
      Enver Hoxha

      Für die sympatische Vertrettung des Landes:
      Juan Dimingo Peron
      Mummar al-Gaddafi
      Fidel Castro Ruz
      Erich Honecker

      Politiker die besonders für die deutsche Idee eingestanden haben:
      Jozef Tiso
      Ante Pavelic
      Philippe Petain

      Für bessere Akzeptanz des Koran:
      Mohammad Mullah omar
      Anjatollah Ruhollah Khomeini

      Für besondere Leistung bei unseren amerikanischen Freunden:
      Jean-Claude "Baby Doc" Duvalier

      Für besondere Friedensbemühungen:
      Idi Amin dada

      Eventuell noch für besondere Leistungen zur Förderung der Demokratie
      Josef Stalin
      Mao Zedong

      Weiterhin noch für alles
      Saddam Hussein für das Ablenken von den Problemen der USA
      Pol Pot für seinen Kampf für die Freiheit

      Liebe Quadriga gGmbH ich würde für eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 120k pro Monat gerne die Details zu meiner liste weiter ausbauen. das nicht wieder irgendwelche Neider versuchen einen Politiker von Weltformat schlecht zu machen! Das doch alles purer Neid, schade das man Leistungen anderer Personen nicht anerkennen kann! deutschland ist ebend ein Land wo man nichts lieber macht als motzen!

      Alleine die Einrichtung der Behindertenwerkstatt Gasprom für unsere Politiker macht Putin für zu einem ganz Großen!
    • Lillablassblau  •  vor 10 Monaten
      mit wieviel Eu ist der Preis dotiert? das wäre interessant zu wissen
      • Reza-Cyrus vor 10 Monaten
        Der Preis ist rein Ideel.
      • Mirko vor 10 Monaten
        der Preis: 10 Jahren Gasleitungssicherung durch die Bundeswehr in Europa!
    • fritz  •  vor 10 Monaten
      Özdemir - nicht ünterstützt haben reicht nicht, da muß man sich eindeutig distanzieren, d.h. austreten und dafür sorgen daß dieser Verein das "g" vor der GmbH verliert. Ansonsten werden Sie mit J.Fischer auf eine Stufe gestellt der gemeinsam mit G.Schröder die gesetzlichen Voraussetzungen für die Bankenkrise geschaffen hat (Verkürzung der Bankenhaftung ggü. den Kunden von 30 auf 3 Jahre) und sich dann ganz schnell aus der Politik verabschiedet hat - allerdings mit welchem Kontostand - da schweigen die "Götter".
      • Mirko vor 10 Monaten
        Aus der Satzung "...für die Ablehung eines Kanidaten ist eine Stimme mehr notwendig als Personen in Gremium sitzen"
    • Booboo  •  vor 10 Monaten
      clueless!
      Donald Duck is missing in this lineup.
    • Rüpel  •  vor 10 Monaten
      wo ist das Problem ?

      wenn man die Liste der bisherigen Preisträger anschaut

      u.a. der Bimbes, Schäuble, Schmon Peres, Wiktor Juschtschenko
      Der Spiegel, Giorgos Andrea Papandreou, Die Bundeswehr, Hamid Karzai...

      dann könnte se sein, daß sich Herr Putin in dieser ehrenwerten Gesellschaft
      nicht einmal wohlfühlt ;-)
    • smilodon  •  vor 10 Monaten
      Putin, Schäuble und Konsorten....
      Hier werden die Böcke zum Gärtner gemacht.
      Da lebe ich doch lieber unter der Bubisbrücke...
      • Rüpel vor 10 Monaten
        so wie Leningrad wieder zu St Petersburg wurde
        wird die Bubis- auch wieder zur ObermainBrücke
      • Reza-Cyrus vor 10 Monaten
        .Vielleicht sollten einige dieser Herren und Damen einmal genau überlegen was sie da so öffentlich kundtun. Wie Link ist es eigentlich, Putin als Staatsgast als Freund zu empfangen und dann beim ersten Anlass die Sau raus zulassen und ihn zu verdammen? Wer möchte da noch ein Freund der Deutschen sein? Glaubwürdigkeit wäre ein Grundsatz deutscher Politik, den man nicht endgültig verspielen sollte. Herr Özdemirs ablehnende Haltung ist nachvollziehbar, ist Putins Haltung zur Türkei und vor allem Türken im eigenen Land, doch wenig geeignet Europafreunde zu begeistern. Aber vieleicht ist Putin einfach nur bedeutend schlauer und visionsfähiger, als die Mehrheit derer, die hier so in Ämter und Positionen "gewählt" wird.
      • fritz vor 10 Monaten
        Dieser Massenmörder Putin war nicht Gast der Deutschen sondern Gast von Stasi-Merkel und anderen Verbrechern - meine ich.
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