Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat der Bundesregierung nahegelegt, gegen das Straßburger Urteil zur Meinungsfreiheit von Arbeitnehmern vorzugehen. Fachleute hätten an der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte "erhebliche Zweifel", sagte Hundt. "Die Bundesregierung kann gegen dieses Urteil Rechtsmittel bei der sogenannten Großen Kammer des Gerichtshofs einlegen und sollte diese Möglichkeit auch sorgfältig prüfen", sagte der Präsident der Bundesvereinigung deutscher Arbeitgeberverbände (BDA).
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte am Donnerstag entschieden, dass eine Berliner Altenpflegerin, die sich öffentlich über Missstände an ihrem Arbeitsplatz beklagt hatte, zu Unrecht gefeuert worden war. Das Gericht wies die Bundesregierung an, der 50-jährigen 10.000 Euro Schadensersatz zu zahlen. Rufe nach neuen Gesetzen nannte Hundt überflüssig. "Probleme im Betrieb müssen zunächst intern geregelt werden. Dazu muss jedes Unternehmen seinen eigenen Weg gestalten können", sagte er dem "Hamburger Abendblatt". "Eine gesetzliche Regelung wäre äußerst problematisch." Mitarbeiter dürften mögliche Missstände nicht gleich an die Öffentlichkeit tragen. "Das würde den Pflichten zur gegenseitigen Rücksichtnahme innerhalb eines Betriebes eindeutig widersprechen." Die Klärung solcher Vorgänge innerhalb des Unternehmens müsse "in jedem Fall Priorität haben", sagte der Arbeitgeberpräsident.Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden
Entdecken Sie Nachrichten, Videos und andere Inhalte, die Ihre Freunde gelesen oder gesehen haben. Welche Ihrer Aktivitäten andere sehen, bestimmen Sie alleine.
ZuerstBei Facebook einloggen
Meistgelesene Artikel - Panorama
Tipps der Redaktion
storyFast erstickt: Autist rettet seinem Mitschüler das Leben
storyWegen Hänseleien: Mann 33 Jahre lang von der Mutter eingesperrt
storyPopcorn-Mord: 29-Jähriger erschießt Familienvater im Kinosaal
Superhelden in historischen Situationen
Vorsicht, Kamera! 15 verrückte Schnappschüsse
Social Media kurios: Fünf bizarre Facebook-Fakten
Verwandte Themen
- Menschenrechtsgericht prüft Klage von el Masri
- Justizministerium will Rechte leiblicher Väter stärken
- EuGH erleichtert öffentliche Auftragsvergabe nach Öko-Kriterien
- Deutschland darf kriminelle EU-Bürger ausweisen
- EuGH erleichtert öffentliche Auftragsvergabe nach Ökokriterien
- Bundesregierung hält an Ablehnung von Eurobonds fest
- SPD fordert mehr Anstrengungen beim Kita-Ausbau
- El MasriAFP
Quizaction
Relevante Nachrichten für Sie
Aktuelle Videos
1 - 4 von 20
Bilder des Tages
1 von 10

48 Kommentare