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    Extrem-Schlafwandlerin: Fast im Fluss ertrunken

    Alle Waffen sind gut versteckt, alle Türen penibel verriegelt und sogar mit Alarmanlagen versehen: Alyson Bairs Ehemann möchte verhindern, dass seine Frau aus dem gemeinsamen Haus kommt.  Die Amerikanerin ist jedoch weder eine Schwerverbrecherin, noch möchte ihr Gatte sie als Leibeigene halten. Sie ist Schlafwandlerin und erwachte vor kurzem in einem Fluss. Dabei wäre die 31-Jährige fast ertrunken.

    Kurz vor dem Ertrinken: Schlafwandlerin erwacht in Alptraum (Bild: Screenshot NYDailyNews)Ohne aufzuwachen verlässt Alyson Bair regelmäßig ihr Bett und geht umher. Das Schlafwandeln verläuft oftmals ganz harmlos. Es kann aber auch so enden wie am 20. August. Bair träumte, dass sie ertrinke, erklärte sie gegenüber „ABC News“. Als die Amerikanerin jedoch erwachte, befand sie sich tatsächlich in einem Fluss. „Es war tief, und ich konnte mich nirgendwo festhalten und ich wurde müde“, erzählte die 31-Jährige aus Burly im US-Bundesstaat Idaho weiter. Letzten Endes schaffte sie es zurück ans Ufer. Daraufhin musste sie wegen Unterkühlung ins Krankenhaus.

    Es ist bereits das zweite Mal in wenigen Monaten, dass die Mutter von zwei Kindern auf diese Art fast ertrunken wäre, berichtet die „New York Daily News“. Oft wacht Bair außerhalb ihrer eigenen vier Wände auf – ohne jede Erinnerung, wie sie an den fremden Ort gelangte. „Ich habe noch nicht versucht, Auto zu fahren oder so etwas. Aber es jagt mir Angst ein, was ich alles anstellen könnte.“

    Ihre Familie gibt ihr Bestes, sie vor den möglichen Auswirkungen des Somnambulismus, so der medizinische Fachbegriff für das Phänomen Schlafwandeln, zu schützen. Bair ist Mutter eines achtjährigen Sohnes und einer vierjährigen Tochter. Alle Waffen, Medikamente oder andere Gegenstände im Haus, mit denen sie sich verletzen könnte, sind weggesperrt. Die Entsperrungscodes für die Alarmanlagen kennt sie zu ihrem eigenen Schutz nicht, damit sie nachts im Schlaf nicht nach draußen „ausbrechen“ kann.

    Bairs Sohn war es, der seine Mutter erstmals beim Schlafwandeln beobachtete. Für beide Kinder seien die Vorfälle, die sich im Zusammenhang mit dem Phänomen ereigneten, beängstigend: „Ich glaube nicht, dass meine Vierjährige so viel mitkriegt, aber sie weiß, dass ich dann die Orientierung verloren habe“, so Bair weiter.

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    Die Amerikanerin leidet am Sjögren-Syndrom, einer chronischen Autoimmunerkrankung, die vor allem die Tränen- und Speicheldrüsen betrifft. Sie kann zu Mundtrockenheit und Trockenheit der Augen führen, Bair muss deshalb zwei unterschiedliche Medikamente einnehmen. Die Ärzte glauben allerdings nicht, dass die Schlafstörung auf ihre Medikation zurückzuführen ist. Sie gehen davon aus, dass unter anderem Stress Bairs Schlafwandeln hervorruft. Allerdings sei die Liste der möglichen Faktoren lang, so der Experte Dr. James Wyatt gegenüber „ABC News.“ Der Leiter eines Schlafstörungs- und Schlafforschungszentrums erklärt, dass es „extrem unwahrscheinlich“ sei, dass lediglich der Stress Auslöser für das Phänomen sei. Er empfiehlt Bair, sich „sofort“ in ein Schlaflabor zu begeben.

    Bair will nun alles dafür tun, um anderen mit ihrer Geschichte zu helfen – und sei es damit „nur, ins Bewusstsein zu rufen, wie ernst das sein kann.“ Auch über weitere Schritte, die ihre Familie unternehmen will, um ihrem Schlafwandeln ein Ende zu setzen, will sie berichten. Indes macht sie sich allerdings weniger Sorgen um sich, als vielmehr um ihren Mann und ihre Kinder: „Ich habe meine Familie, um die ich mich kümmern und bei der ich sein muss und die ich sehr liebe“, sagte sie gegenüber „ABC News“.  



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