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    Länder kippen Übergangsfrist für Hühner-Käfighaltung

    Bundesregierung scheitert mit Neufassung

    Der Bundesrat hat einen Gesetzentwurf der Bundesregierung gekippt, der die Haltung von Hühnern in sogenannten Kleingruppen-Käfigen noch bis 2035 erlauben sollte. "Das ist ein guter Tag für den Tierschutz in Deutschland", erklärte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). "Eine derart lange Übergangsfrist wäre absurd gewesen, zumal so ein Käfig bereits nach acht Jahren abgeschrieben ist", fügte Beck an.

    Auch die Grünen begrüßten die Entscheidung der Länderkammer. "Die Verordnung, die Käfighaltungen bis zum Jahr 2035 im Bestand geschützt hätte, widerspricht massiv dem Tierschutzgedanken", erklärte der agrarpolitische Sprecher der Grünen im Bundstag, Friedrich Ostendorff. Notwendig sei ein Gesetz, das die Minimierung des Tierleides zum Ziel habe "und sich nicht an den wirtschaftlichen Interessen der Agrarindustrie orientiert".

    Auf Kritik stieß die Entscheidung des Bundesrats bei der FDP. Ein Ausstieg aus der Kleingruppenhaltung ohne Übergangsfrist habe "verheerende Folgen für die Geflügelhalter", warnte der tierschutzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Hans-Michael Goldmann. Kürzere Übergangsfristen führten dazu, dass die Tierhalter ihre Produktionsstätten noch schneller ins Ausland verlegten. "Damit ist also weder dem Tierschutz noch den deutschen Geflügelhaltern gedient", kritisierte Goldmann.

    Mit der nun gescheiterten Legehennenverordnung wollte die Bundesregierung auf einen Beschluss des Bundesverfassungsgericht reagieren. Dieses hatte im Dezember vergangenen Jahres festgestellt, dass die alte Verordnung weder formalen Anforderungen noch dem inzwischen im Grundgesetz verankerten Tierschutz gerecht wird. In der Neufassung der Verordnung sollte eine Hühnerhaltung in Kleingruppen noch bis 2035 erlaubt sein. Die Bundesregierung hat nun Zeit, bis Ende März einen neuen Entwurf vorzulegen.

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    15 Kommentare

    • Nobody  •  vor 8 Monaten
      Unglaublich, oder nicht? Die FDP hat tatsächlich einen tierschutzpolitischen Sprecher. Da kann ich nur unglaubwürdig den Kopf schütteln! Das wäre ungefähr genauso, wenn die N**AP damals einen Beauftragten für Menschenrechte gehabt hätte.

      Und dann die immer wieder lächerliche Begründung, dass man eine Abwanderung von Unternehmen befürchte. Bei den Hotels hatte man damals den reduzierten Mehrwertsteuersatz damit versucht zu begründen, dass grenznahe Übernachtungsstätten einen Wettbewerbsnachteil hätten, weil in den Nachbarländern die Steuern niedriger wären. Und, was ist daraus geworden? Den reduzierten Steuersatz einkassiert und die Preise auf gleichem Niveau gehalten.
    • zualt  •  vor 8 Monaten
      Wieviel hat die FDP von den Geflügelhalter bekommen?
      • Michael Schneider vor 8 Monaten
        diese Typen würden für Geld auch wieder die Kinderarbeit in Deutschland zulassen!
        Schafft endlich diese perverse Partei ab! FDP unter 3 % bei Wahlen, damit die Menschen in diesem Land wieder frei atmen können!
    • Manfred G  •  vor 8 Monaten
      Man sollte Herrn Goldmann zwingen 24 Stunden am Tag auf einem DIN A 4 Blatt
      stehen zu müssen. Mal sehen wieviele Wochen er das aushalten würde....
      Das Bundesverfassungsgericht interessiert ihn wohl auch nicht.
    • charlymann  •  vor 8 Monaten
      Und die FDP? die ist eh bald Geschichte!
    • charlymann  •  vor 8 Monaten
      Jetzt liegt es am Verbraucher wer Eier aus Käfighaltung kauft macht sich mitschuldig!
    • balibago1000  •  vor 8 Monaten
      Als erstes muss die Henne Merkel entfernt und in einen Kleintierkaefig gesperrt werden sie legt dauernd faule Eier und das ist fuer das Huehnervolk nicht zumutbar!
    • Erwin Lindemann  •  vor 8 Monaten
      Bis 2035 sind Hüher unkapputbar und nicht schützenswert? Das ist doch ein Hohn auf den Passus im GG, der angeblich den Tierschutz zum Verfassungsgegenstand machen soll.
    • Evi  •  vor 8 Monaten
      Tierschutz sollte etwas Normales in einer zivilisierten Welt sein. Es ist beschämend immer noch so kleine Fortschritte feiern zu müssen. Bestie Mensch in Reinkultur.
    • Wil  •  vor 8 Monaten
      Vielleicht sollte man die Bonzenregierung in solche Käfige sperren, nicht bis 2035,
      sondern ab sofort und für immer!
    • Fedja Tru.  •  vor 8 Monaten
      Wer Tierleid MINIMIEREN will, muss das Geflügel im Freien halten.
      -:-
      Einigen wir uns doch auf VERRINGERUNG des Tierleides.
      Hierzulande schaffte man nicht einmal das! Ein einziges ( ! ! ! ) Jahr reicht als Übergangsfrist!
      • Erwin Lindemann vor 8 Monaten
        Das mit der Freilandhaltung ist Unsinn. Wer mal auf solcher Farm gewesen ist, der weiß, was Mensch und Tier dort erwartet: verseuchter Boden, Krankheiten und vieles mehr. Das KANN kein Tierschützer wollen. Licht und Luft in den Ställen und auf jeden Fall genug Platz sollte eigentlich das Ziel sein.
      • Fedja Tru. vor 8 Monaten
        Gut, Erwin, will ich glauben. Ich hatte bei Freiland nicht an eine Farm gedacht sondern an die höchstens 100 Hühner, die auf einem großen Hof Auslauf haben und gehalten werden, wie ihre "Vorfahren" vor der Erfindung der Massenzüchtung.
        -:-
        Mich störte das minimieren, weißt du, ich akzeptiere die Stallhaltung wenn das Leid des Federviehs dabei verringert wird. Jeder (tier)vernünftigen Haltung steht der Gewinn entgegen, das macht die Hühner von vorn herein zu Verlierern. Ich weiß.
    • dontworrybehappy  •  vor 8 Monaten
      Wer nach dem TV-Beitrag noch ein Wiesenhof-Hähnchen essen kann ist pervers und daß es nicht anderen Hühnern ähnlich ergeht sollte das Gesetz sofort umgesetzt werden. Soll sich doch die FDP mal den Saustall persönlich ansehen
      • Erwin Lindemann vor 8 Monaten
        Man erkennt die wiesehof Hähnchen halt am Etikett, doch auch die produzieren Noname-Produkte, die weiter gegessen werden.
    • HouseBoy  •  vor 8 Monaten
      Diese Begründung der Auslandsverlagerung ist sowas von dumm. Dann verbietet man auf der anderen Seite den Import eben. Unsere Politiker sind einfach unfähig.
    • Zaubersternchen  •  vor 8 Monaten
      Ich könnte mich übergeben!!! Am liebsten würde ich die gesamte FDP mal mit den Hühnern tauschen lassen! Natürlich bis 2035...
      • Michael Schneider vor 8 Monaten
        besser noch Zaubersternchen! Besser ist es diese perverse Partei unter 3 % zu wählen! Weg mit der FDP in Deutschland !
    • Michael Schneider  •  vor 8 Monaten
      Der Bundesrat hat einen Gesetzentwurf der Bundesregierung gekippt, der die Haltung von Hühnern in sogenannten Kleingruppen-Käfigen noch bis 2035 erlauben sollte...
      Auf Kritik stieß die Entscheidung des Bundesrats bei der FDP. Ein Ausstieg aus Tierquälerei habe "verheerende Folgen für die Geflügelhalter"
      ********************************************************************************
      was für perverse Typen doch die von der FDP sind! Keine Achtung vor der Schöpfung!
      Für Geld tun diese Typen einfach alles!
      Pfui Teufel!
    • Manolo  •  vor 8 Monaten
      Ich verstehe die Aufregung nicht.
      Komm' mal nach Kanada. Da wissen die gar nicht, was das in Europa Geplärre um die Chicken soll. Die werden in Kanada zu zigtausenden in Käfigen gehalten, geben hervorragend schmeckendes Fleisch und kosten obendrein noch mehr Geld, als vergleichsweise in Europa.
      Tierschutz...- ph...alles Heuchelei; hüben, wie drüben.
      • zualt vor 8 Monaten
        @Manolo: Wie sind nicht in Kanada,basta
      • Erwin Lindemann vor 8 Monaten
        Ein Käfig muss nicht wie der andere sein und aussehen. Wenn die Tiere gesund aufwachsen können, Platz, Licht und Luft haben, dürfte das sicher ein guter Schritt in die richtige Richtung sein. Canada erschlägt ja auch immer noch Robben....
      • Fedja Tru. vor 8 Monaten
        Manolo, man muss sich Kanda schließlich nicht zum Vorbild nehmen.
        Heuchelei ist es aber oft, das sehe ich auch so.
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