WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Tod nach dem Takeoff: Journalistin verbringt Langstreckenflug neben Leiche

    Eine schwedische Radio-Journalistin musste den Flug von Amsterdam nach Tansania neben einem Toten verbringen. Der junge Mann verstarb kurz nach dem Start. Die Besatzung wusste sich nicht anders zu helfen und ließ den Toten bis zur Landung auf dem Flughafen von Daressalam an seinem Platz. Da der Flug ausgebucht war, musste die Journalistin nur wenige Zentimeter von der Leiche entfernt sitzen bleiben. Dafür soll sie nun eine Entschädigung erhalten haben.

    Lena Pettersson musste auf einem Langstreckenflug neben einem Toten sitzen (Bild: Screenshot sverigesradio.se)Dass es ihrem Sitznachbarn nicht gut ging, sah Lena Pettersson schon, als sie ihren Platz im Flieger von Kenya Airways am Amsterdamer Schiphol Airport einnahm. „Er schwitzte und hatte Krämpfe“, sagte die Journalistin dem schwedischen Sender Sveriges Radio. „Die Stewardessen waren sehr besorgt, aber der Flieger hob trotzdem ab.“ Unter den Passagieren bat die Besatzung um Hilfe bei der medizinischen Versorgung des Kranken. Jemand begann daraufhin vermutlich mit einer Herzmassage erste Hilfe zu leisten, jedoch vergebens.

    Alle Hilfe kam für den jungen Mann zu spät. Er verstarb kurz nach dem Start im Flugzeug. Die Besatzung schien ratlos, was sie in der Situation tun sollte, berichtet die Zeitung schwedische Tageszeitung „Expressen“. Schließlich legte sie den Toten über drei Sitze und deckte ihn mit einem weißen Laken zu. „Der Mann war recht groß, so dass seine Füße über die Armlehne hinaus in den engen Gang ragten“, sagt Lena Pettersson. Damit saß sie lediglich ein paar Zentimeter von ihm entfernt. Da alle anderen Plätze belegt waren, mussten die Radio-Journalistin und ihre Begleitung den gesamten Flug neben der Leiche sitzenbleiben. „Natürlich war das unangenehm, aber ich bin kein Mensch, der viel Wirbel macht“, sagt sie.

    Lesen Sie auch: Im Auto vergessen: Fünfjähriger in Malaysia gestorben


    Nach ihrer Rückkehr schickte Lena Pettersson einen Beschwerdebrief an die Fluggesellschaft. Sie erhielt einen Entschuldigungsbrief und 713 Dollar als Wiedergutmachung, etwa die Hälfte des Ticketpreises. „Ich bin damit zufrieden. Ich denke, das ist eine ausreichende Entschädigung“, sagte sie der „Expressen“.


    Sehen Sie auch: Die Science News Show - diese Woche mit: Was Frauen noch lieber mögen als Sex:


    Weitere Folgen der Show finden Sie hier.

    Quizaction