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    Leben ohne Schweiß: Mutter und Sohn kämpfen täglich gegen Überhitzung

    Während Viele den Sommer herbeisehnen, ist die heiße Jahreszeit für Virginia Higgins und ihren Sohn Zane stets eine Tortur. Grund: Wegen einer seltenen Krankheit können sie nicht schwitzen. Bei der derzeitigen extremen Hitzewelle in den Staaten müssen sich beide mit umständlichen Maßnahmen vor einer Überhitzung schützen.

    Leben ohne Schweiß: Mutter und Sohn kämpfen täglich gegen Überhitzung (Bild: Screenshot Fox 2 KTVI)Virginia Higgins bleibt das ganze Jahr über viel zu Hause, auch im Sommer. Wenn das Thermometer draußen fast 40 Grad anzeigt, sucht sie Schutz in ihren klimatisierten vier Wänden. Die Frau aus Hazelwood im US-Bundesstaat Missouri und ihr Sohn Zane leiden unter einer Form der ektodermalen Dysplasie (ED), einer Erbkrankheit, die laut der „Selbsthilfegruppe Ektodermale Dysplasie“ schätzungsweise nur ein Mensch von Fünfzehntausend hat. Die Erkrankung steht in Verbindung mit einer Entwicklungsstörung der sich aus dem Ektoderm entwickelnden Organe – und betrifft beispielsweise Nägel, Haare, Zähne, Haut und Schweißdrüsen. In Higgins und Zanes Fall bedeutet das auch, dass ihnen die Fähigkeit zur Schweißproduktion fehlt.

    Was zunächst harmlos klingt, zieht einen ganzen Rattenschwanz an Maßnahmen nach sich, die die Familie treffen muss, damit Mutter und Sohn sich nicht überhitzen. „Wir müssen unsere Aktivitäten draußen planen“, so Higgins gegenüber dem US-Sender „Fox 2 KTVI“. „Wir müssen uns der Hitze und was sie auslösen kann bewusster sein.“

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    Das heißt: Ihre Körper können die Temperaturen ohne Schweißproduktion nicht auf natürliche Weise regulieren. Also müssen Hilfsmittel her: Cool Pads sowie Kühltasche und –decken sind bei Familienausflügen immer dabei. Die Klimaanlage im Haus der Higgins steht auf etwa 22 Grad, da Zane schon bei 23 Grad mit Überhitzung zu kämpfen hat. Um im wahrsten Sinne einen kühlen Kopf zu bewahren, greifen Mutter und Sohn zu einem weiteren Trick: „Wir rennen im Sommer mit nassen T-Shirts herum, um uns kühl zu halten, da unsere Körper nicht schwitzen“, so Higgins gegenüber dem Sender. Dadurch werde die Funktion von Schweiß, den Körper vorm Überhitzen zu schützen und ihn zu kühlen, imitiert. Auch Virginia Higgins Schwester leidet an der seltenen Krankheit, die sie an ihre beiden Kinder ebenfalls vererbt hat.

    Im Nachteil sieht sich die Frau deshalb nicht. „Glauben Sie nicht, dass wir, nur weil es ein heißer Tag ist, nichts unternehmen können“, betont die lebensfrohe Amerikanerin im Interview. „Wir machen die Dinge zwar etwas anders machen als Andere,  aber wir können komplett am Leben teilhaben.” So fährt die Familie beispielsweise eher im Frühling und Herbst in Urlaub, erklärt Virginas Ehemann Brian Higgins. „Wir planen das einfach entsprechend.“

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