Zeit seines Lebens hatte Carlos Turner mit der unheilbaren Krankheit Mukoviszidose zu kämpfen. Vor vier Jahren starb Turner, er wurde nur 16 Jahre alt. Doch zuvor kreierte er noch eine besondere Soße, die jetzt in den USA in die Läden kommt. Der Erlös kommt einem Kinderkrankenhaus zugute. Damit geht der letzte Wunsch des Jungen in Erfüllung.
Carlos Turner kannte keine normale Kindheit. Schon bei seiner Geburt wurde bei dem Jungen die Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose diagnostiziert – ein Schock für seine Familie: „Es war beängstigend, da man uns sagte, dass es keine Heilung gebe“, erzählte Consuela Turner, Carlos‘ Mutter, dem lokalen US-Sender „WDRB“. Die Ärzte hätten den Eltern mitgeteilt, dass sie ihren Sohn jederzeit verlieren könnten.
Zur Beobachtung und für Untersuchungen hielt sich Carlos daher mehrere Wochen im Jahr im „Kosair Children's Hospital“ in Louisville, Kentucky auf. Dort bekam er Medikamente gegen sein Leiden und musste sich vielen Behandlungen unterziehen. All das ertrug der Junge, ohne zu jammern. „Carlos war sehr liebenswert“, erinnerte sich eine der Therapeutinnen, Elizabeth Sanders Martin, im Gespräch mit „WDRB“. Er habe stets ein Lächeln im Gesicht gehabt, sei immer glücklich und großzügig gewesen.
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Im Laufe der Jahre wurden die Angestellten im Krankenhaus zu einer zweiten Familie für Carlos. Mit seiner Leidenschaft fürs Kochen wollte er etwas zurückgeben. Carlos‘ Spezialität war eine Barbecue-Soße. Stunde um Stunde verbrachte er damit, sie in seinem speziellen Kessel zu perfektionieren. „Er sagte uns nicht, was er da gemacht hat“, so seine Mutter. Ihr Sohn wollte ein Geheimrezept entwickeln. Die Zutaten soll er sich handschriftlich notiert und in einem Safe eingeschlossen haben, damit sie niemand zu sehen bekommt.
Als sich seine Krankheit verschlimmerte, trat die „Make-A-Wish“-Foundation an ihn heran. Die Organsation erfüllt schwer kranken Kindern zwischen 3 und 18 Jahren einen besonderen Wunsch. Statt einen Tag in einem Vergnügungspark zu verbringen, wollte Carlos in einer Filiale der US-Supermarktkette „Walmart“ seinen Vorrat an Soßen aufstocken - um damit seine eigene zu perfektionieren. Diese sollte bei seinem letzten Willen eine besondere Rolle spielen. „Er wollte sie vermarkten, in Flaschen abfüllen und verkaufen, und das Geld sollte ans Krankenhaus gehen“, fasste Martin den Plan des Jungen zusammen. Seine Familie soll von seinem Vorhaben nichts gewusst haben.
Selbst konnte der Junge das Ziel nicht mehr bis zum Ende verfolgen. Im Jahr 2008 erlag der Junge im Alter von 16 Jahren seinem Leiden. Doch lokale Unternehmen wie die Nahrungsmittelfirma „Bloemer's Food Service” verfolgten den Traum des Jungen weiter. Sie ließen die Soße nach Carlos’ Rezept herstellen. „Man bekommt nicht viele Chancen im Geschäftsleben, um etwas für die Gemeinschaft zu tun, etwas, das mehr ist als Geld zu verdienen", erklärte Tim Bloemer von der Vertiebsabteilung von „Bloemer's Food Service” gegenüber „WDRB“.
Vier Jahre nach dem Tod des Jungen kommt die Barbecuesoße nun auf den Markt. In 27 „Walmart“-Filialen könne man sie kaufen, berichtet der Sender. Seine Familie sei mächtig stolz auf das Vermächtnis ihres Sohnes. Der Erlös des Verkaufs gehe an das „Kosair Children's Hospital“, wie Carlos es sich gewünscht hat. Damit soll unter anderem die Kunsttherapie im Krankenhaus gefördert werden.
Letzter Wunsch eines todkranken Jungen: Soße nach seinem Geheimrezept kommt auf den Markt
Yahoo! Nachrichten – Mo., 3. Sep 2012Werden Sie ein Fan von Yahoo! Nachrichten auf Facebook
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