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    Von der Leyen: Arbeit für Ältere soll Normalfall werden

    Mehr Gesundheitsprävention und Weiterbildung gefordert

    Die Rente mit 67 ist längst beschlossene Sache, doch bei der Gestaltung der Arbeit bis 67 besteht laut Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) noch Handlungsbedarf. Mit DGB-Chef Michael Sommer und Handwerks-Präsident Otto Kentzler vereinbarte sie in Berlin, Fragen wie Langzeit-Arbeitskonten und Arbeitsschutz in zwei Arbeitsgruppen erörtern, "um Arbeit bis 67 mit Leben zu füllen".

    Dass die Erwerbstätigenquote im Alter von 60 bis 65 Jahren inzwischen auf 40,8 Prozent gestiegen sei und sich dem Anteil der Rentner in dieser Altersgruppe (43,8 Prozent) weiter angenähert habe, sei ein beachtlicher Erfolg, erklärte von der Leyen. Doch nach wie vor schafften viel zu wenig Menschen über 55 Jahre den Sprung aus der Arbeitslosigkeit zurück in den Beruf. Das Signal an die Unternehmen sei klar: "Wir leben länger, die Beschäftigungschancen steigen - unser Ziel ist, dass Arbeit auch für Menschen über 60 der Normalfall wird."

    Vor allem kleine und mittlere Unternehmen müssten mehr in die Gesundheit und Weiterbildung ihrer alternden Belegschaften investieren, appellierte von der Leyen. Von der Beschäftigung älterer Menschen könnten Betriebe aller Branchen profitieren, betonte sie unter Verweis auf eine Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Arbeitsministeriums erstellte.

    Der ZEW-Studie zufolge erhöht sich die Produktivität eines Betriebes um gut 0,5 Prozent, wenn der Anteil der 45- bis 50-Jährigen an der Gesamtbelegschaft um einen Prozentpunkt zunimmt. Sind die Arbeitsplätze altersgerecht gestaltet, steigt die Produktivität der Beschäftigten zwischen 45 und 50 Jahren demnach um zwei Prozent. Von der Leyen erklärte, mit der Studie sei das Vorurteil widerlegt, dass Jüngere per se leistungsfähiger seien. Mit zunehmender Berufserfahrung würden seltener "grobe, schwere Fehler" gemacht, die Zielgenauigkeit sei größer.

    Im Hinblick auf eine flexiblere Gestaltung der Lebensarbeitszeit könnten vor allem Langzeit-Arbeitskonten noch besser genutzt werden, betonte von der Leyen. Dieses zuletzt 2009 geänderte Gesetz sei wenig bekannt und werde fast nur in der chemischen Industrie genutzt. Der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Kentzler, verwies auf Vorurteile und Unkenntnis vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben. "Auch die Arbeitnehmer müssen das wollen".

    "Wir wollen pragmatisch untersuchen, was das Ministerium über Initiativen oder Verordnungen tun kann, um das Gesetz anwendbar zu machen", kündigte DGB-Chef Sommer an. Zugleich gab er zu bedenken: "Arbeitszeitkonten wirken wie eine Wunderwaffe, sind es aber nicht." So sei die Frage, wie viel man vorarbeiten müsse, um im Alter das Pensum drosseln zu können, schwer zu beantworten.

    Angesichts der zunehmenden Zahl psychischer Erkrankungen und der vielen Muskel- und Skeletterkrankungen gerade im Handwerk mahnten alle drei Gesprächspartner mehr Gesundheitsprävention in den Betrieben an. "Viele schaffen es gar nicht bis 67", betonte Sommer.

    Die Studie des ZEW ist Teil des ersten Fortschrittreports "Altersgerechte Arbeitswelt" des Bundesarbeitsministeriums. Der Bericht soll künftig alle sechs Monate erscheinen. Er fasst neueste Studien und Praxisbeispiele zum Thema "Arbeiten bis 67" zusammen.

     

    10 Kommentare

    • wolf  •  vor 3 Monaten
      Von der Leiden ist total Realitätsfremd !
    • peter  •  vor 3 Monaten
      Frau von der Leier ist einfach nur eine gedankenlose und karrieregeile Schwätzerin.
      Statistiken manipulieren, grosse Klappe und nichts aber auch gar nichts auf die Reihe bringen das ist sie unsere Urschel!
    • Willi  •  vor 3 Monaten
      Diese Polit - Traumtänzer wissen doch gar nicht was arbeiten ist, wenn die sagen, Sie hätten einen 16 Stunden Tag meinen Sie nur, " Sie haben 16 Stunden am Tag die Augen auf " und sonst gar nichts.
      Ich selbst bin Jahrgang 1947 und habe mit 14 Jahren angefangen zu arbeiten, liebe meinen Beruf und meine Arbeit und werde wenn es mir meine Gesundheit erlaubt auch noch gerne 2 Jahre dranhängen. Weil diese Politparasiten zusammen mit den von Ihnen geschaffene Beamten und Verwaltungsdiktatur unser Volksvermögen verprassen und sich zudem schamlos selbst bereichern. Nun soll der hart arbeitende anständige Deutsche Bürger für Ihre Verschwendungssucht und aufkommen und für seine wohlverdiente Rente noch länger arbeiten. Es ist blanker Hohn und wir sollten uns Gedanken darüber machen wie wir diese dilettantischen Selbstdarsteller und Selbstbediener endlich und endgültig loswerden !
    • misterx  •  vor 3 Monaten
      Also Von der Lügen du bist die Erste mit "Arbeiten bis 67"
    • Gerhard  •  vor 3 Monaten
      Frau von der Leyen sollte nicht nur reden sondern Taten sprechen lassen wie z.B. : Die Haelfte der Sozialabgaben fuer die Arbeitnehmer ueber 55 zahlt der Staat, und die anderen 50 % je 25 % AN und AG.

      Oder in irgendeiner Form sollte man ein Milliardenprogramm auflegen anstatt das ganze Geld nach Griechenland zu pumpen. Das waere sozialer der Gesellschaft und den Betroffenen gegenueber. Wuerde auch dem Binnenmarkt automatisch gut tun.
    • MesserUndGabel  •  vor 2 Monaten
      ach mir eh leyerei
    • MesserUndGabel  •  vor 2 Monaten
      bla bla bla bla bla ist ne reine rentenkürzung sonst nix
    • clara bethy  •  vor 2 Monaten
      ....bla...bla...bla....bla.... usw.....bla....bla...bla.....
    • Sandro  •  vor 3 Monaten
      Seit 7 Versuchen werde ich gelöscht, dabei habe ich doch nur geäußert, daß das zu Lasten der Jüngeren geht, denen Chancen verwehrt werden, Rentenansprüche und Berufserfahrung zu erwerben, die dadurch im Niedriglohnbereich eingestuft werden und auf diese Chance warten müssen, bis sie über Fünfzig sind und die Unternehen für sie schöne Fördergelder bekommen. Ich habe auch gesagt, daß die älteren Arbeitnehmer schön dumm sind, wenn sie sich so ausnutzen lassen, weil man auf deren Engagement aus früheren Zeiten vertraut, für sie Fördergelder einstreicht und Mindestlohn zahlt, der eine Rentenaufbesserung nicht zulässt.
    • Quirin Minou  •  vor 2 Monaten
      Aber nur in einem Posten,wie ihn Fr. von der Leyen hat.
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