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    Logo mit „katastrophalen Fehlern“

    Wer eine halbe Million Euro (ca. 400.000 Britische Pfund) in die Hand nimmt, darf an die Gegenleistung gewisse Erwartungen haben. In diesem Fall geht es um die Entwicklungskosten eines Logos, das beim Beratungsunternehmen „Wolff Olins“ in London beauftragt und im Jahr 2007 präsentiert wurde. Eine beachtliche Summe, doch man sollte sich bewusst machen, dass es bei der Entwicklung eines wichtigen Design auch viel zu beachten gibt.

    Idealerweise repräsentiert ein Logo auf den ersten Blick Sinn und Zweck der Unternehmung und transportiert auf möglichst originelle Weise deren Inhalt. Hat man es einmal gesehen, sollte sich jeder gut daran erinnern können. Es muss in winzigem und überdimensionalem Format gut erkennbar bleiben. Diverse Richtlinien hinsichtlich Druck, Farbe und 3D-Tauglichkeit müssen einhalten werden und – ganz wichtig – es muss wettbewerbsrechtlich unanfechtbar sein.

    Unmittelbar nach der Präsentation des Logos, von dem hier die Rede ist, rief es in der Öffentlichkeit starke negative Reaktionen hervor. Wenige Stunden später hatten schon Zehntausende Personen eine Petition unterschrieben, mit der ein neues Logo gefordert wurde. Kritiker erkannten in der Form des Logos die Umrisse der Comic-Figur Lisa Simpson bei unzüchtigen Spielchen mit ihrem Bruder Bart Simpson. Das ist geradezu grotesk, wenn man das Motto der Veranstaltung bedenkt, für die das Logo geschaffen wurde, denn das Motto lautet: „Inspiriere eine Generation“.

    Doch es sollte noch viel schlimmer kommen: Eine animierte Version des Logos rief die Hilfsorganisation „Epilepsy Action“ mit der Warnung auf den Plan, es könnte Anfälle auslösen. 22 Testpersonen hätten gesundheitliche Probleme gehabt, nachdem sie den Clip gesehen hätten. Der damalige Londoner Bürgermeister Ken Livingstone nannte das Design einen „katastrophalen Fehler“, es dürfe kein Honorar überwiesen werden. Noch im Jahr 2011 beschwerte sich der Iran, das Logo sei dem Wort „Zion“ zu ähnlich, damit rassistisch und forderte zum Protest gegen das Logo auf.

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