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    Lungenkrank durch Popcorn

    Wayne Watson bekommt finanzielle Entschädigung

    „Iss nicht so viel Süßes!“, bekommen Kinder oft zu hören, immerhin sind Schokolade, Gummibärchen und Co. nicht der gesündeste Snack für Zwischendurch. Popcorn galt da bisher immer als strahlende Ausnahme – zu Unrecht? Gerade erst wurde Wayne Watson aus Colorado von einem US-Gericht eine Schadensersatzleistung von umgerechnet fünfeinhalb Millionen Euro zugesprochen, da seine Atemprobleme nachweislich dem übermäßigen Genuss von Popcorn zuzuschreiben sind.

    Popcorn - kann der Snack lungenkrank machen? (Bild: Thinkstock)Wayne Watson bezeichnete sich selbst als süchtig: Es gab keinen Tag, an dem der 59-Jährige der Versuchung widerstehen konnte, eine Tüte Popcorn der Marke „Gilster-Mary Lee Corp“ in die Mikrowelle zu schieben, um sie anschließend genüsslich zu verzehren. Wahrscheinlich hat Watson vor lauter Vorfreude auf die Delikatesse seine Nase zu tief in die Packung gesteckt, und dabei nicht nur den Duft des frisch aufgebackenen Korns ganz tief eingeatmet, sondern auch die gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffe inhaliert.

    2007 wurde bei dem Mann aus Colorado „Bronchiolitis obliterans“ diagnostiziert, eine seltene Erkrankung, die zu heftigen Atemproblemen führen kann. Auf einen vagen Verdacht hin klagte Watson gegen den Popcornfabrikanten – und bekam Recht: Die Herstellerfirma ebenso wie die Supermarktkette, in der er seine tägliche Ration Mikrowellen-Popcorn bezog, wurden durch ein US-Gericht nun zu Schadensersatzzahlungen von insgesamt 7,2 Millionen Dollar verurteilt.

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    Wie das Gericht befindet, wären Hinweise auf der Packung nötig gewesen, um vor den Risiken des Butteraromas „Diacetyl“ zu warnen. Die Chemikalie, die auch in alkoholischen Getränken nachgewiesen ist, wird in der Lebensmittelindustrie häufig als Geschmacksverstärker für Chips und Popcorn verwendet. In der Regel ist der Verzehr in minimalen Dosen eher unbedenklich. Ein Gesundheitsrisiko für Arbeiter, die jeden Tag mit den Dämpfen in Kontakt kommen, war aber durchaus bekannt.  2010 meldeten amerikanische Gesundheitsbehörden zehn Fälle der Bronchialentzündung – die Betroffenen waren allesamt  Mitarbeiter einer Fabrik für Mikrowellen-Popcorn.




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