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    Maas fordert Importverbot für Atomstrom

    Saarbrücken (dapd). Der saarländische SPD-Landeschef Heiko Maas fordert ein Importverbot für Atomstrom nach Deutschland. Er regte am Samstag in Saarbrücken an, dass die Bundesregierung in den Vereinbarungen zum Energiekonsens einen solchen Passus gesetzlich festlegt.

    "Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland den endgültigen Atomausstieg vorantreiben und die Energiekonzerne dann weiter Atomstrom im Ausland kaufen, um ihn in die deutschen Netze einspeisen", sagte der SPD-Landeschef. Dies wäre keine glaubwürdige Energiewende. "Wenn die Energiekonzerne im Ausland Strom ankaufen müssen, dann stehen dazu auch heute schon genügend Kapazitäten aus regenerativen Energiequellen zur Verfügung", fügte Maas hinzu.

    Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bezweifelte allerdings, dass sich der Import von Atomstrom aus dem Ausland verhindern lässt. In einem vorab veröffentlichten Interview der "Wirtschaftswoche" sagte er: "Für die Börsen können und wollen wir keine Regelung treffen. Wir haben Verbundnetze in Europa - das ist auch gut so." Gerade bei den Energienetzen müsse Europa stärker zusammenwachsen.

    Er verwies zudem darauf, dass Deutschland bislang immer Netto-Exporteur von Strom gewesen sei. Daran solle sich auch nach der Energiewende nichts ändern. Die wegfallende Kernkraft werde durch Erneuerbare und fossile Kraftwerke ersetzt. "Die nationale Kapazität bleibt erhalten. Sonst wäre der Atomausstieg unredlich."

    dapd

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    7 Kommentare

    • Josef  •  vor 11 Monaten
      Na Frau Merkel, jetzt wird es eng im Höschen, wie erklären Sie dem franz. Regierungschef, dass Sie gemachte Zusagen nicht mehr einhalten können..........?
    • Arndt  •  vor 11 Monaten
      Ausnahmsweise mal eine hervorragende Idee des Herrn Maas. Es ist nur konsequent, denn wenn man dann den Atomstrom aus den umliegenden Ländern importiert, so wäre der Ausstieg doch etwas scheinheilig. Guter Vorschlag, der wohl nicht durchgesetzt wird. Leider haben wir zu viel Lobbyismus in Deutschland.
    • Cassandra  •  vor 11 Monaten
      Die Reaktorkatastrophe in Fukushima ereignete sich am 11. März 2011. Heute,
      am 4. Juni 2011 - also länger als 2 Monate später - wird berichtet:

      "Strahlung höher als je zuvor"

      "Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima steigt die radioaktive Strahlung...
      ... eine Strahlenhöhe von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen...."

      Arbeiter könnten sich höchstens 5 Minuten dort aufhalten und deshalb
      sei zur Zeit weitere Tätigkeit nicht möglich.

      Wäre es nicht besser, eventuell - falls nötig - 'mal einen eventuellen
      Stromausfall auszusitzen als Atomstrom aus den Ländern zu importieren,
      wo man offenbar noch nicht ganz begriffen hat, was in Fukushima
      los ist?

      Vorübergehenden Stromausfall kann man gegebenenfalls überstehen -
      ob man radioaktive Strahlung überlebt, das ist eine andere Sache.

      http://www.sueddeutsche.de/wissen/atomkatastrophe-in-japan-radioaktivitaet-im-akw-fukushima-steigt-1.1105168

      Das, was mit den AKWs stattfindet, das ist der "Turmbau zu Babel" unserer Zeit.
      bei dem die Sprachverwirrung bereits eingesetzt hat. Das Schlagwort "Restrisiko"
      ist ein Sympthom dafür.
    • Hans  •  vor 11 Monaten
      das wäre der richtige Weg - wenn schon ohne Atomstrom - dann konsequent - denn nur so würde im europ. Ausland auch der Druck wachsen verantwortlich Energie zu produzieren .
      So könnte nicht zB der billige franz. Atomstrom diese Ideen verhindern.
    • r1levia  •  vor 11 Monaten
      Im Grund ist es ja so, dass es scheinheilig und auch mehr oder weniger nutzlos ist wenn der Atomstrom aus dem Ausland importiert wird.
      Was ist wenn ein ausländisches Atomkraftwerk an der Grenze zu Deutschland einen Reaktorunfall hat, die Strahung macht nicht vor der Grenze zu Deutschland halt und sagt wir müssen da draussen bleiben
    • ME  •  vor 11 Monaten
      Aha, und wie erkennt man den Atomstrom? Leuchten da die Energiesparfunzeln heller durch die Strahlung??

      Übrigend Herr Maas, die SPD hatte an der Saar schon mal ein Konzept, um die Kraftwerkslandschaft hier zu eliminieren. Lesen sie doch mal das Eckpunktepapier wieder durch, für das der damalige saarl. Umweltminister Prof. Dr. Leonhard zuständig war.
      • I vor 11 Monaten
        Man könnte z.B. nur bei den Unternehmen kaufen, die keine AKWs betreiben. Der Strom an sich, der aus der Steckdose kommt, ist zwar ein Mix von allen Anbietern und allen Kraftwerken am Netz, aber dafür würden nurnoch die Stromkonzerne Geld für ihren Strom von uns bekommen, die keine AKWs haben.
    • xyz  •  vor 11 Monaten
      Ein excellenter Vorschlag! Wir müssen umdenken und handeln, und zwar sofort!
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