Großfahndung in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen: Vor den Augen von Schülern schießt ein Mann in Niedersachsen seine Ex-Freundin nieder und verletzt sie lebensgefährlich. Auf der Flucht überfällt der Bewaffnete eine Autofahrerin und raubt ihr den Wagen.
Blutige Beziehungstat vor den Augen vieler Schüler: Ein 26 Jahre alter Mann hat seine Ex-Freundin vor einem Schulgelände in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) in die Brust geschossen und schwer verletzt. Anschließend raubte der Bewaffnete einer Autofahrerin den Wagen und flüchtete, teilte die Polizei der Stadt am Donnerstag mit. Eine Großfahndung wurde eingeleitet. Sie erstreckt sich auch auf das benachbarte Nordrhein-Westfalen.
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Die Tat geschah den Angaben zufolge am Morgen gegen 8.00 Uhr an der Bushaltestelle einer Schule. Die 24 Jahre alte Frau wurde von zwei Schüssen in die Brust getroffen. Sie kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. "Akute Lebensgefahr besteht nicht mehr", sagte ein Polizeisprecher am Nachmittag. Die Frau hatte unmittelbar vor der Tat ein Mädchen zur Schule gebracht. Als Grund für die Tat nehmen die Ermittler an, dass der Mann die Trennung der Frau von ihm nicht verkraftet hat.
Der Täter habe zunächst versucht, mit seinem Auto zu flüchten, sagte Polizeisprecher Mattias Piszczan. Als er in unmittelbarer Nähe des Tatorts einen Unfall verursachte, zwang er die Fahrerin eines anderen Autos mit seiner Schusswaffe zum Aussteigen und raste mit ihrem Wagen davon.
Zum Fluchtweg machten die Beamten keine genauen Angaben. Die Fahndung wurde aber auf die Region um Osnabrück und auf Nordrhein-Westfalen ausgedehnt, weil der Verdächtige möglicherweise in diese Richtung unterwegs war. Ob der Mann auch Stunden nach der Tat noch mit dem geraubten Wagen fuhr, konnte die Polizei am Nachmittag nicht sagen.
Der Unterricht an der Schule lief am Vormittag zunächst normal weiter. Später holten nach Angaben des Polizeisprechers jedoch zahlreiche Eltern ihre Kinder ab. Mehrere Schüler hatten die Schüsse und den Einsatz von Polizei und Rettungskräften miterlebt. Ein Zusammenhang zwischen dem Verbrechen und der Schule besteht der Polizei zufolge nicht.
dpa


