Osnabrück (dapd). Kremlflieger Mathias Rust glaubt 25 Jahre nach seiner spektakulären Landung in Moskau fest daran, dass er den Lauf der Geschichte verändert hat. "Nüchtern gesehen wäre die Reformpolitik des späteren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow ohne meinen Flug nach Moskau schon sehr bald ins Stocken geraten", sagte Rust der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. "Mit Sicherheit hat meine Landung Gorbatschow in die Hände gespielt."
Rust war am 28. Mai 1987 im Alter von 18 Jahren mit einer Cessna in der Nähe des Roten Platzes gelandet. Er sagte, nur dadurch sei es Gorbatschow möglich gewesen, sich seiner Widersacher und der Bremser zu entledigen, die über kurz oder lang Perestroika und Glasnost ausgehebelt oder zumindest lahmgelegt hätten. Rust sagte, er habe Gorbatschow treffen und ihm sagen wollen, dass die westliche Welt, entgegen den Verkündungen ihrer Regierungen, an Frieden, Abrüstung und Annäherung interessiert sei.
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