Berlin (dapd). Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock rechnet damit, dass das Renteneintrittsalter in Deutschland angesichts der steigenden Lebenserwartung erheblich später sein muss als bisher geplant. Im Jahr 2050 müssten die Deutschen fünf Jahre länger arbeiten, um die Funktion des Rentensystems zu erhalten, sagte der Direktor des Instituts, James Vaupel, der "Welt am Sonntag". Das würde bedeuten, die Deutschen dürften erst mit 72 in den Ruhestand und nicht wie vorgesehen mit 67.
Vaupel reagierte damit auf Pläne der Europäischen Kommission. Sie empfiehlt Europa, "das Rentenalter mit der Steigerung der Lebenserwartung abzugleichen" und außerdem die Möglichkeiten der Frühverrentung zu beschränken. So steht es im Entwurf zu einem sogenannten Weißbuch der EU-Kommission, das diese in der kommenden Woche vorstellen will. Das Dokument liegt der "Welt am Sonntag" vor.
dapd


4 Kommentare