Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wie aus dem in Berlin vorgestellten "Monitor Familienleben 2011" des Instituts für Demoskopie Allensbach hervorgeht, halten 58 Prozent der Bevölkerung und 67 Prozent der Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für schlecht. Für 81 Prozent der Väter sind demnach Verbesserungen in diesem Bereich die wichtigste Aufgabe der Familienpolitik.
Die Studie ergab zudem, dass das Elterngeld im Leben junger Familien etabliert und unumstritten ist: 78 Prozent der Befragten und 80 Prozent der Eltern bezeichneten das Elterngeld als eine gute Regelung.
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) wies bei der Vorstellung der Untersuchung erneut Überlegungen von Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) zurück, das Elterngeld in zwei Jahren auf den Prüfstand zu stellen. "Für mich gilt ganz klar: Familie zuerst!", erklärte Schröder. "Und deswegen wird mit mir am Elterngeld auch nicht gerüttelt."
Nach Angaben von Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher zeigte sich die große Mehrheit der Bevölkerung bei der Befragung überzeugt, dass die meisten Eltern in der ersten Zeit nach einer Geburt auf das Elterngeld angewiesen sind: "83 Prozent der Eltern, die Elterngeld beziehen oder bezogen haben, sind dieser Meinung."
Das Anfang 2007 von Schröders Vorgängerin Ursula von der Leyen (CDU) eingeführte Elterngeld soll Einkommensausfälle nach der Geburt eines Kindes auffangen. Es wird für zwölf Monate an ein Elternteil gezahlt, zwei weitere Monate gibt es, wenn sich der andere Partner an der Kindesbetreuung beteiligt.
Die Vorstellung der Allensbach-Untersuchung war Schröders erster Auftritt nach der Rückkehr aus ihrer Babypause zu Beginn der Woche. Die CDU-Politikerin hatte vor gut zehn Wochen eine Tochter zur Welt gebracht. Schröder ist die erste Bundesministerin, die in ihrer Amtszeit Mutter wurde.


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