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    Bonner Konferenz sagt Afghanistan langfristige Hilfe zu

    Westerwelle: "Wir werden euch nicht aufgeben"

    Die internationale Gemeinschaft will Afghanistan auch nach dem 2014 geplanten Abzug der Kampftruppen langfristig unterstützen. "Wir werden euch nicht aufgeben, sondern an eurer Seite stehen", sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zum Abschluss der Afghanistan-Konferenz in Bonn an die Adresse der Afghanen. Die Regierung in Kabul sagte zu, stärker gegen Korruption und Drogenhandel vorzugehen.

    Das Treffen von 100 internationalen Delegationen fand genau zehn Jahre nach der ersten Afghanistan-Konferenz am nahegelegenen Petersberg statt. Nach dem Sturz der radikalislamischen Taliban war damals das Ziel formuliert worden, ein demokratisches Afghanistan aufzubauen. In der Folge wurde auch die internationale Schutztruppe ISAF stationiert.

    Der afghanische Präsident Hamid Karsai forderte in Bonn weitere Hilfe für die Zeit nach 2014. Trotz der Erfolge etwa bei der Gesundheitsversorgung und der Stellung der Frauen sei die "junge Demokratie" durch Armut und Unterentwicklung sowie die schwierige Sicherheitslage bedroht. "Wir brauchen ihre Unterstützung mindestens für ein weiteres Jahrzehnt."

    Die Konferenzteilnehmer, darunter UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und US-Außenministerin Hillary Clinton, sagten Afghanistan weitere Hilfen zu. "Afghanistan kann sich auch nach 2014 auf die Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft verlassen", bekräftigte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Clinton verwies allerdings darauf, dass auch die internationale Gemeinschaft "finanziellen Zwängen" unterworfen sei.

    In dem von der Konferenz verabschiedeten Abschlussdokument bekennt sich die internationale Gemeinschaft dazu, Afghanistan während des "Transformations-Jahrzehnts 2015 bis 2024" weiter zu unterstützen. Details sollen im kommenden Juli auf einer Geberkonferenz in Tokio entschieden werden. Westerwelle betonte: "Auf die internationale Staatengemeinschaft werden in Zeiten knapper Kassen ein paar Fragen zukommen."

    Das Dokument formuliert auch Bedingungen an Afghanistan, das die Korruption stärker bekämpfen, den Aufbau einer funktionsfähigen Justiz beschleunigen sowie die innerafghanische Versöhnung voranbringen soll. Diese Forderungen zu erfüllen sei "unsere demokratische Pflicht gegenüber unserem Volk", sagte Außenminister Salmai Rassul.

    Die Konferenz war von der Absage Pakistans überschattet worden, das aus Protest gegen einen NATO-Angriff auf seine Grenzposten mit über 20 Toten fernblieb. Westerwelle zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass Islamabad die Umsetzung der in Bonn vereinbarten Ziele unterstützen werde. Das Nachbarland, das Taliban-Kämpfern als Rückzugsort dienen soll, könnte eine Schlüsselrolle bei möglichen Friedensverhandlungen mit den Islamisten spielen.

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    123 Kommentare

    • Erich R  •  vor 5 Monaten
      Außer Chaos auf Bonn´s Straßen und der Umgebung bleibt bei mir nichts hängen !
      Kein Anteilnahme, kein Mitleid - höchstens mit den Angehörigen der deutschen gefallenen Soldaten. Gefallen für "nichts" !
    • Christoph  •  vor 5 Monaten
      Ohne die Beteiligung Pakistans und der Taliban bleibt die Afghanistan-Konferenz eine akademische Veranstaltung ohne praktischen Wert.
    • Karl Stülpner  •  vor 5 Monaten
      Ist die Merkel noch zu retten? Überall auf, der Welt verspricht die Hilfen nur für die eigene Bevölkerung hat sie nichts übrig im Gegenteil die wird nur abgezockt,man darf gespannt sein wie lange das noch gut geht,so verblödet kann kein Volk sein um das länger zu dulden !!!
      • Yahoo! Benutzer vor 5 Monaten
        Denkst du wirklich, dass Afghanistan auch nur einen Cent sehen wird? Das stecken sich die Merkels selbst in den Hintern und lachen uns alle aus, dass wir so naiv sind und ihnen alles abkaufen...
    • Kummernummer  •  vor 5 Monaten
      Afghanistans Zukunft? Ganz einfach: Scharia brutal! Mit unserem Geld finanziert! Was für eine Schande! Und es ist alles für die Katz!
    • 21h46  •  vor 5 Monaten
      Warum wird immer den falschen geholfen,es gibt andere Länder mit anderen Sitten und Gebräuchen die nicht in die Steinzeit zurück wollen.
    • sueño  •  vor 5 Monaten
      perlen vor die s.äue geworfen.
    • Kornelia  •  vor 5 Monaten
      Boah. Jetzt auch noch Afghanistan die was von uns haben wollen. Hier ist kein Geld für notwendige Dinge, aber so großzügig sein.
    • Manfred G  •  vor 5 Monaten
      Man wird erkennen müssen, daß 10 Jahre Afghanistankrieg nichts aber auch
      gar nichts verbessert haben. Die Taliban werden, wenn der letzte Militärjeep
      am Horizont verschwindet die alten "Rechte" umgehend wiederherstellen.
      Die einzigen die daran verdient haben sind die Heuchler und Mörder in der Rüstungs-
      industrie und die kreditgebenden Banken. Auf der Strecke bleiben Menschen und deren Schicksale.
      • Manuela Bauer vor 5 Monaten
        Du sprichst mir aus der Seele, Manfred G!
    • Nr drei Gerda  •  vor 5 Monaten
      ich verstehe nicht, warum man eine konferenz hält, nur um den wüstenbewohnern und terroristen geld zu schenken. Sollen die das geld doch gleich so überweisen, dann köönte man doch die zeit sparen.
    • sabineffm  •  vor 5 Monaten
      TAUSEND leute - das sieht zwar gut aus - vor allem für erika, aber es bringt gar nichts. so ein quadratschmarrn
    • Lydia H  •  vor 5 Monaten
      Ich denke, wir sollten uns erstmal selber aufbauen. Jeder ist sich selbst am nächsten. Was interessiert uns Afghanistan??
    • Fritz  •  vor 5 Monaten
      Meinetwegen... Wenn Anfang 2015 die Taliban wieder das sagen haben, werden die Zahlungen (hoffentlich) eingestellt.

      Allerdings... Wahrscheinliich wird der Machtwechsel in Afghanistan von der deutschen Politik gar nicht so richtig bemerkt und man zahlt dann eben fröhlich an die Taliban weiter. Bis es herauskommt und Deutschland dann mal wieder die Lachnummer in der Welt ist.
    • Zwerbel  •  vor 5 Monaten
      Noch mehr Geld nach Afghanistan - und das auf Pump. Welcher return on investment
      wird hier eigentlich erwartet ?
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 5 Monaten
      All der Terror im Namen Allahs mit seinen
      vielen Toten und Verletzten ist sicher nur
      Einbildung. Auch die vielen schweren
      Menschenrechtsverletzungen in allen
      islamischen Ländern sind nur eine
      billige Propaganda des Westens.
      Damit wird der erfolgreiche
      humanitäre Einsatz
      gerechtfertigt.......
    • modus.vivendi  •  vor 5 Monaten
      Sehr zu empfehlen:
      KOPP Nachrichten vom 05.12.2011 mit Eva Herman
      u.a.: Altkanzler: Deutschland darf nicht zu stark werden, Heute: Schicksalstag für Europa?, Star-Ökonom: Euro könnte Weihnachten nicht überleben, Euro-Architekt: Euro-Einführung war zum Scheitern verurteilt, Bank of England: Griechenland-Pleite steht zu 100 Prozent fest, Armut in Griechenland: Aktivisten zapfen Stromleitungen an,
      China: 2012 könnte zum Jahr des Crashs werden, Trotz Warnung: USA wollen Raketenschild in Europa bauen, »Ermächtigungsgesetz«: USA werden Polizeistaat, Amnesty International: Verhaftung von Bush gefordert, WikiLeaks: Westen lieferte arabischen Diktatoren Spionagegeräte, Inflation? Aldi und Lidl jagen Preise hoch,
      Massive Kritik: Zeit-Chefredakteur verteidigt Guttenberg-Buch..
      • Yahoo! Benutzer vor 5 Monaten
        Verhaftung von Bush gefordert? Dass ich nicht lache, seine Verhaftung wird erst dann umgesetzt, wenn der mindestens 100 Jahre unter der Erde liegt...
      • marlis vor 5 Monaten
        Ja klar-alles verständlich. Lt. KOPP standen ja auch schon im Sommer 2010 die vollgepacken LKW mit den frisch gedruckten DM Scheinen bereit, weil die DM Wiedereinführung unmittelbar bevor stand. Wer Kopp Invos glaubt, sollte schon mal den Rest Geld ausgeben, denn der Weltuntergang steht unmittelbar bevor.
      • Sarah vor 5 Monaten
        ich lesen und schaue auch öfter bei KOPP rein...es hat sich sehr viel als Wahr erwiessen..!!!!!
    • Viktor  •  vor 5 Monaten
      dieser Karsai ist doch President oder? Und schon ewig an der Macht... keiner fragt sich, wann Wahlen kommen und jemand anderer President wird))
      • Viktor vor 5 Monaten
        aber in 10 Jahren ... nach vielen Milliarden, sagt er , hier ist mein Sohn der kanns
      • expat vor 5 Monaten
        Hast in der schule des Lebens etwas gepennt. Da waren schon Wahlen, nur Karsai hat immer nur gewonnen, komisch, gell?
    • RODOLFO  •  vor 5 Monaten
      Deutschland musste seine nortamerkanische Söldnertruppen nach Afghanistan schicken als Anhänglichkeit wie jeder brave Köder Wo sind die Massendemostrationen Yanques go home raus aus Deutschland kommt als Turisten ohne die Uniform des kriegsverbrecheristischen Land der Erde
    • Ahja Ähem  •  vor 5 Monaten
      Richtig wir bauen und helfen Afghanistan das es allen gut geht und jeder was zu tun hat !
      Damit die menschen da in Ruhe und frieden leben können.
      • sueño vor 5 Monaten
        .....meinste` echt....?
    • Legionaer 3  •  vor 5 Monaten
      Wir brauchen Leute wie den Michel Friedmann der die gemäßigten Taliban über demokratische Werte, Toleranz und Integration aufklärt.
    • Xp  •  vor 5 Monaten
      Wie sagte Westerwelle letzte Woche: Unsere Freunde in Afghanistan. Das sind nicht unsere Freunde sondern korrupte Verbrecher.
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