Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden

Entdecken Sie Nachrichten, Videos und andere Inhalte, die Ihre Freunde gelesen oder gesehen haben. Welche Ihrer Aktivitäten andere sehen, bestimmen Sie alleine.

Zuerst

WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Bundesrat lehnt schwarz-gelbe Steuerpläne ab

    Keine Mehrheit für Gesetzentwurf der Bundesregierung

    Die schwarz-gelbe Koalition kann für ihre Steuersenkungspläne nicht mit der erforderlichen Zustimmung des Bundesrats rechnen. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung erhielt in einer ersten Beratung nicht die mehrheitliche Unterstützung der Länder. Die von SPD und Grünen geführten Länder argumentierten mit Blick auf den Zwang zur Haushaltskonsolidierung, es gebe derzeit keinen finanzpolitischen Spielraum.

    Das Bundeskabinett hatte im Dezember Steuererleichterungen in zwei Stufen für 2013 und 2014 beschlossen. Das Entlastungsvolumen soll bei insgesamt sechs Milliarden Euro liegen. Der Entwurf zielt auf den Abbau der kalten Progression ab, die Einkommenszuwächse von Arbeitnehmern ungewollt wieder auffrisst. Der Verlauf der Steuertarife soll demnach so geändert werden, dass dieser Effekt abgeschwächt wird. Verknüpft wird dies mit der Erhöhung des steuerfreien Grundfreibetrags. Er soll in zwei Stufen um insgesamt 350 Euro steigen: zum 1. Januar 2013 auf 8130 Euro und ein Jahr später auf 8354 Euro.

    Der Bundestag soll voraussichtlich Anfang März über das geplante Gesetz entscheiden. In Kraft treten kann es aber nur, wenn anschließend auch der Bundesrat zustimmt. Damit ist allerdings nach dem Verlauf des ersten Durchgangs derzeit nicht zu rechnen. Bleibt es beim Nein der Länderkammer, könnte noch versucht werden, im Frühjahr in einem Vermittlungsverfahren eine Einigung zu finden.

    Im Bundesrat herrscht derzeit ein Patt zwischen den von CDU oder CSU geführten Ländern einerseits und den von SPD oder Grünen geführten Ländern andererseits. Daher kam letztlich gar keine Stellungnahme zu den Steuerplänen der Regierung zustande. Ein Entschließungsantrag mehrerer SPD-geführter Länder im Bundesrat, den Spitzensteuersatz von 42 auf 49 Prozent zu erhöhen, wurde zur weiteren Beratung an die zuständigen Ausschüsse verwiesen.

    Der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) sagte in der Debatte, seine Partei sei nicht gegen die Anhebung des steuerfreien Grundfreibetrags, zunächst müsse als Grundlage aber der neue Bericht zur Höhe des Existenzminimums vorliegen. Auch dann "muss eine Gegenfinanzierung da sein, durch die Anhebung des Spitzensteuersatzes", sagte Kühl.

    Auch Bremens Finanzsenatorin Karoline Linnert (Grüne) warb "aus Verantwortung für die öffentlichen Haushalte und weil es eine Frage der sozialen Gerechtigkeit ist" für einen höheren Spitzensteuersatz. "Schwarz-Gelb will ab 2013 die Besserverdiener in Deutschland auf Kosten höherer Schulden verwöhnen", warf Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin Union und FDP vor. Dies werde der Bundesrat verhindern.

    Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) sagte, die Steuerzahler "empfinden die kalte Progression als zutiefst ungerecht". Die Koalition wolle mit ihrem Gesetzentwurf verhindern, dass die Menschen "am Ende real weniger in der Lohntüte haben". Für die Bundesregierung warb Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter (CDU) um die Zustimmung der Länder zu dem Gesetzesvorhaben.

    Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) sagte, Steuersenkungen seien kein Widerspruch zur Haushaltskonsolidierung: "Wir können die Staatsfinanzen umso besser sanieren, je mehr die Wirtschaft floriert." Der FDP-Fraktionsvize im Bundestag, Volker Wissing, warf SPD und Grünen eine Blockadehaltung vor. FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle nannte die kalte Progression eine "Ungerechtigkeit".

    Quizaction

     

    83 Kommentare

    • Peter  •  vor 3 Monaten
      die abgeordneten usw. sollten lieber auf diätenerhöhungen verzichten. in nrw mal eben 500 euro mehr. und bei vielen wird sich die steuersenkung kaum oder garnicht bemerkbar machen da die inflation alles wieder auffrisst. wohl dem der oben an den vollen töpfen sitzt und sich ungeniert bedienen kann.
    • Nette  •  vor 3 Monaten
      jetz wurde doch erst wieder ne Diätenerhöhung beschlossen das die 500 Euro mehr bekommen das passt doch alles wieder wunderbar zusammen die gehören alle in die Wüste
      • Cornelis vor 3 Monaten
        War das nicht in NRW?
      • Haarry vor 3 Monaten
        Mit großer Mehrheit beschlossen
      • Bimbo vor 3 Monaten
        Mit großer Mehrheit beschlossen von der SPD und den Grünen, der Rest ortnete sich der Merheit unter und stimmte notgedrungen zu. Politiker haben es nicht leicht. Frecheit und dreißt mehr fällt mier dazu nicht ein.
    • Manoli  •  vor 3 Monaten
      Ungerecht ist, wenn Reiche begünstigt werden und die Masse zahlen muss, damit die Reichen noch reicher werden, jagt die FDP und auch die anderen Begünstiger endlich zum Teufel.
      • Y. vor 3 Monaten
        Aber der Grundfreibetrag kommt jeden Steuerzahler zugute;
        Wie hoch sollen denn die Steuersätze für "reiche" angehoben werden????
    • Werner  •  vor 3 Monaten
      Fangt mal bei den Spritpreisen an und schafft die Ökosteuer, die nur für einen befristeten Zeitraum vorgesehen war, wieder ab !! Und unsere fleißigen Volksvertreter in NRW haben sich selbst mal wieder ihre Diäten um 500!! Euro erhöht.Die brauchen dringend eine Steuersenkung um nicht in die Armut zu rutschen.
      • Christa vor 3 Monaten
        Von 500.-€ muss mancher leben, ist eine Frechheit wie die sich bedienen. Auch das mit den Spritpreisen, Merkel und Ölmultis sind wohl Patner, siamesiche Zwillinge.
    • Peter  •  vor 3 Monaten
      Die kleinen Leute sind der Frau Merkel scheinbar egal. Für sie ist nur die kleine FDP interessant. Und das auf Kosten unserer Kinder und Enkel.
      • Nette vor 3 Monaten
        nicht nur scheinbar egal sondern 100%
      • das ich vor 3 Monaten
        Naja, auch wenn es eine kleine Entlastung ist, wer hat sie abgelehnt? Und auch der Begriff Entlastung ist nicht ganz korrekt, es geht darum, dass aufgrund der Steuerprogression mehr Netto vom Brutto übrigkbleibt. In diesem Falle also auf die "anderen" schimpfen.
      • Buck vor 3 Monaten
        Durch die kleine FDP ist aber unsere Bundesregierung durch die Lobbyisten erpressbar geworden. Eigentlich müssten Neuwahlen durchgeführt werden.
    • Megatron  •  vor 3 Monaten
      Die Steuerverarsche könnt Ihr Euch sparen, Die Vergangenheit hat gelehrt das eine Steuersenkung von 5 Euro, mit einer heimlichen nicht veröffentliche Steuererhöhung von mindestens 10 Euro endet!
      • Christa vor 3 Monaten
        Genau das ist eine Leuteverdummung, auch sollten sie den Schulenberg abbauen, unsere Kinder müssen dies tragen.
      • Buck vor 3 Monaten
        Das das Existenzminimum nicht besteuert werden sollte ist in Ordnung. Bei der vorgeschlagenen Steuersenkung für kleine und mittlere Einkommen liegt der Fall aber so, dass erst ab einem bestimmten Einkommen die Steuersenkung voll greift.
        Kleinere Einkommen partizipieren nur teilweise. Die Ablehnung der Bundesrates ist also richtig.
    • Peter  •  vor 3 Monaten
      Die paar Euro Steuersenkung wird der "Kleine Bürger" kaum merken,das Geld holt man jetzt schon durch Energie-Peiserhöhungen vorzeitig zurück.Alle Preise steigen,und daher brauch eine Merkel sich nicht als gute Steuerfee dastellen. Da wird sehr wenig gegeben,aber viel genommen.
    • Christa  •  vor 3 Monaten
      Für unsere Kinder sehr Wichtig, Schuldenabbau, wie wäre es wenn alle Politiken 15 % ihrer Überversorgung abgeben. Die sind so weit vom Volke entfernt, das sie keine Ahnung haben wie es dem mittleren Normalbürger geht der mit ca 1500.-€, der eine Fam. mit zwei Kindern ernähren muss. Das geht Ende des Monats Null auf Null auf, da ist auch kein Geld zum Riestern da.
      Steuersenkung geht nur wenn die Politiker auf ein Teil ihrer Bezüge verzichten !!!
      Rentenalter erhöhen, ist eine versteckte Rentenkürzung, viele sind nicht mehr in der Lage zu arbeiten. Das bedeutet 3-18 % Abzüge, ein Leben lang.
    • Tom  •  vor 3 Monaten
      22,4 Milliarden Euro für Griechenland...6 Milliarden Steuersenkung für die Deutschen...folgt Frau Merkel .... Herr Rehagel in den Olymp ... diese Frau tut wirklich alles um in die Geschichte einzugehen
    • Buck  •  vor 3 Monaten
      Die Erhöhung des Grundfreibetrages wäre allein betrachtet durchaus sinnvoll.
      Allerdings gibt es die nur im Paket mit massiven Steuererleichterungen für die Besserverdienenden. Darüber hinaus sind bei der derzeitigen Staatsverschuldung Steuersenkungen nur auf Pump finanziert. Man fordert auf der einen Seite von den Griechen massive Sparmaßnahmen (das ist nicht ungerechtfertigt) und schmeißt auf der anderen Seite das Geld des Staates in die falsche Richtung hinaus.
      Was für ein Sparvorbild gibt Deutschland gegenüber Griechenland ab, wenn es so handelt.
      Deutschland ist zum Selbstbedienungsladen reicher Lobbyisten verkommen.
    • Mucke Bauer  •  vor 3 Monaten
      na, na die wahlen kommen näher !!!
    • Peter  •  vor 3 Monaten
      Alles so lange wie möglich hinauszögern,nun gehts aufs Wahljahr 2013 zu,und eine Fr. Merkel denkt nun ans Volk und deren Wählerstimmen.Was für das eigene Land und deren Bürger in den letzten Jahren getan wurde war ungenügend. Dazu noch die Wulff-Skandale die man deckt,das sage ich nein Danke zu Merkel.
    • LonewolfTitan  •  vor 3 Monaten
      Das Wahljahr kommt die Merkel bleibt, gewählt vom Steuerzahler! Da freut man sich das es den Leihfirmen, Banken ,Versicherungen und der Industrie so gut geht, gestützt von der Frau Merkel und ihrer Politik zu Lasten des Steuerzahler´s!!!
    • Frank  •  vor 3 Monaten
      Die Steuersenkung wird durch die Erhöhung des Spritpreis wieder wett gemacht.
      Was für eine schöne verarscherei das ist.
    • Y.  •  vor 3 Monaten
      Aber beim Bankenrettungsfonds, wo es um mehr als die zehnfache (10x) Summe geht, da sind die roten auch wieder dafür!!!
      Nur fürs "eigene" Volk muss man nicht sein, ist ja ne ""Volkspartei""
    • misterx  •  vor 3 Monaten
      Man sollte das nicht als Steuersenkung verkaufen wenn man die kalten Progression abbaut.
      Steuersenkung und kalten Progression sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe.
      Die kalten Progression sollte man automatisch jedes Jahr berreinigen (nicht abbauen)
      Die Merkel ist auf Stimmenfang und dafür belügt sie euch mal wieder.
    • Gegen Niedriglohnsklavere ...  •  vor 3 Monaten
      Sehr geehrte Frau Merkel, sehr geehrte Damen und Herren von CDU/CSU/FDP,

      Sie sollten endlich einen gesetzlich verbindlichen Mindestlohn in Höhe von mindestens 10,-€ einführen, bevor Sie an Steuersenkungen denken. Desweiteren sollte Sie endlich die Leiharbeits-Sklaverei verbieten.
      Mit Niedriglohnsklaverei und Leiharbeitssklaverei werden in Form von HartzIV-Aufstockung, die Arbeitgeber subventioniert und dies alles schadet der Staatskasse und den Sozialkassen.
      In einer sozialen Marktwirtschaft sollte jeder der Vollzeit und mehr arbeitet von seinem Lohn leben können und mindestens ein 3-köpfige Familie ernähren können.

      Mit freundlichen Grüßen

      Das in Armut lebende Deutsche Volk
    • pehu  •  vor 3 Monaten
      Wieder zeigt sich die kontraproduktive Tätigkeit der Opposition.Leider stimmen die Medien ein in das Geheul,dass man sparen müsse.Sachliche Tätigkeit ist in Deutschland nicht mehr erwünscht.Naja, dann gehen wir bald auf griechische Verhältnisse zu.Egal was heraus kommt.Der Opposition geht es nur ums Regieren.
    • NoLu  •  vor 3 Monaten
      6 Milliarden entlasten, das ich nicht lache ! Diese 6 Mrd sind in 2 Tagen an Steuern eingenommen. Dem gegenüber stehen 2 Jahre , wo sie uns entlasten sollen ? ! Aber ein ESM wird ein Jahr vorgezogen, wo wir mit 136 Mrd einsteigen werden....
    • Smalllalaguna  •  vor 3 Monaten
      Bei Steuererhöhungen macht ihr nicht so viel Theater.
    Suchen