Berlin (dapd). Im Kampf gegen den Klimawandel mahnt Kanzlerin Angela Merkel ein größeres Tempo an. Beim Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz habe sich in den vergangenen 20 Jahren etwas bewegt, "aber die Bewegung ist zu langsam", sagte die CDU-Vorsitzende am Mittwoch auf einer Veranstaltung des Wissenschaftlichen Beirates "Globale Umweltveränderungen" in Berlin.
Mit Blick auf den Umweltgipfel kommenden Monat in Rio forderte die Kanzlerin erneut eine eigene UN-Institution für Nachhaltigkeit mit Sitz in Afrika. Merkel sprach hierbei aber auch von "einem Dauerbrenner, der noch nicht gelöst ist und der in Rio auch nicht gelöst werden wird."
Nicht zu handeln "würde sehr teuer werden", sagte Merkel in Bezug auf den Umweltschutz. "Wenn wir nichts tun, dann wird die Sache nicht bequemer", mahnte sie. Das Gegenteil sei der Fall. Dies sei nicht mehr nur eine Frage der Industrieländer, es seien heute weltweit viel mehr Länder in der Verantwortung. Was die Entwicklung neuer Technologien anbelange, komme jedoch den Industrieländern - "sofern sie das können" - eine herausragende Rolle zu.
Merkel ermahnte auch die Menschen im eigenen Land. "Die deutsche Bevölkerung ist nicht immer so veränderungsbereit, wie wir uns das vielleicht wünschen", sagte sie. Dies berge die Gefahr des Stillstands. Lebenslanges Lernen sei deshalb wichtig. Die Menschen müssten dazu bewegt werden, "über ihren Horizont hinauszudenken".
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