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    Middelhoff riet Schickedanz offenbar zu Verkauf der Arcandor-Aktien

    Hamburg (dapd). Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz trägt einem Bericht zufolge offenbar mehr Verantwortung für ihren finanziellen Ruin als von ihr behauptet. So habe der frühere KarstadtQuelle-Vorstandsvorsitzende Thomas Middelhoff ihr bereits 2006 den Rat gegeben, einen großen Teil ihrer Konzernaktien zu verkaufen, berichtet das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" unter Berufung auf ein Papier des Managers.

    Middelhoff hatte die damalige Milliardärin demnach im März 2006 besucht und ihr eine Powerpoint-Präsentation vorgelegt, in der er zu dem Ergebnis kommt, ein "Teilverkauf entweder über die Börse oder an Einzelinvestor erscheint als vielversprechendste Strategie". So seien bis zu eine Milliarde Euro zu erlösen und sämtliche Schulden abzulösen. Schickedanz habe aber abgelehnt.

    Zwei Jahre später soll Middelhoff die Großaktionärin noch einmal darauf hingewiesen haben, dass Aktien am Markt platziert werden könnten. Damit könnte ein wichtiger Baustein der angedrohten Milliardenklage Schickedanz' unter anderem gegen das Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim und den Immobilienentwickler Josef Esch wegbrechen.

    dapd

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