Nach Angaben der Polizei war der 24 Jahre alte Angreifer mit einem Gewehr und zwei Pistolen bewaffnet, außerdem trug er eine Schutzweste und eine Gasmaske, als er in das vollbesetzte Kino stürmte. Der Polizeichef von Aurora, Dan Oates, sagte, laut Kinobesuchern habe der Amokläufer zunächst womöglich eine Tränengas-Granate oder Rauchbombe geworfen und dann das Feuer eröffnet.
Unter den hunderten Zuschauern des "Batman"-Films "The Dark Knight Rises" brach Panik aus. "Die Leute fingen an, aus dem Kinosaal zu rennen, es gab Schüsse, als die Polizisten eintrafen und schrien: 'Runter mit Euch'", berichtete Benjamin Fernandez der Zeitung "Denver Post".
Polizisten zufolge wurde der aus der Region stammende Verdächtige auf einem Parkplatz hinter dem Kino festgenommen; er habe keinen Widerstand geleistet. Medienberichte über einen möglichen zweiten Angreifer wies die Polizei zurück. Nach Angaben des Weißen Hauses gibt es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund der Tat.
In seiner Wohnung hatte der Amokläufer "ausgefeilte" Sprengfallen ausgelegt, wie US-Medien unter Berufung auf Polizeichef Oates berichteten. Es seien "entzündbare und explosive" Materialien gefunden worden. Zuvor hatte die Polizei das gesamte Wohngebäude evakuiert.
In vielen Lichtspielhäusern in den Vereinigten Staaten wurde der neue "Batman"-Film in Spezialvorführungen zur Premiere um Mitternacht gezeigt. In ausgewählten Kinos in Deutschland läuft der Film ab dem 25. Juli, landesweit startet der Streifen am 26. Juli.
Die Kinokette Cinemaxx will nach dem Amoklauf zum Deutschlandstart des neuen "Batman"-Films die Präsenz von Sicherheitskräften in ihren Kinos erhöhen, wie ein Sprecher der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. Die für Freitagabend vorgesehene "Batman"-Premiere auf der Prachtstraße Champs-Élysées in Paris in Anwesenheit von Hauptdarsteller Christian Bale und den Schauspielern Anne Hathaway, Marion Cotillard und Morgan Freeman wurde abgesagt.
US-Präsident Barack Obama zeigte sich schockiert über den Amoklauf. Er unterbrach seine Wahlkampftour und kehrte nach Washington zurück. Das Blutbad sei "sinnlos" und "böse", sagte er. In der Trauer um die Opfer seien alle Bürger als "eine amerikanische Familie vereint". "Die Menschen, die wir in Aurora verloren haben, liebten und wurden geliebt."



