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    Mission Atalanta soll Piraten auch an Land bekämpfen

    Diplomat: Luftangriffe, aber keine Bodentruppen geplant

    Die EU-Länder wollen somalische Piraten nicht mehr nur auf dem Meer, sondern auch an der Küste des ostafrikanischen Landes bekämpfen. "Es gibt in diesem Punkt eine Konvergenz der Meinungen unter den EU-Staaten", sagte ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur AFP. Die Regierung in Mogadischu versicherte vor der Somalia-Konferenz in London derweil, sie erziele Fortschritte im Kampf gegen die Shebab-Milizen.

    "Ich gehe davon aus, dass wir eine Ausweitung des Einsatzgebiets der EU-Anti-Piraten-Mission Atalanta auf den Strand haben werden", fügte der Diplomat hinzu. Dabei geht es demnach jedoch nicht um Bodentruppen, sondern um die Bombardierung etwa von Booten oder Treibstofflagern der Piraten an der Küste. Es werde jedoch noch weiter über die genaue Formulierung des Beschlusses diskutiert, hieß es.

    Die Ausweitung des Einsatzgebietes auf die Küste wird deswegen noch nicht bei einem EU-Außenministertreffen am Montag in Brüssel beschlossen. Die Außenminister wollen aber den Einsatz um zwei Jahre bis Ende 2014 verlängern. Die Mission soll humanitäre Hilfslieferungen des Welternährungsprogramms und zivile Handelsschiffe schützen. Deutschland beteiligt sich seit Dezember 2008 und ist derzeit mit einer Fregatte sowie rund 270 Soldaten im Einsatz.

    Hintergrund der Diskussion um eine Ausweitung des Einsatzgebiets ist die weiterhin hohe Zahl von Piratenangriffen vor der somalischen Küste, im Indischen Ozean und dem Arabischen Meer. Das Seegebiet gilt als das gefährlichste der Welt, allein im vergangenen Jahr gab es dort rund 230 Piratenangriffe. Am Mittwoch kamen laut Bundeswehr die Bordhubschrauber des deutschen Einsatzgruppenversorgers "Berlin" einem Handelsschiff zur Hilfe; dabei wurden acht Verdächtige festgesetzt.

    Im ostafrikanischen Somalia gibt es seit rund 20 Jahren keinen funktionierenden Staat mehr. Auch mehrere ausländische Militärinterventionen brachten keinen Frieden. Die radikalislamischen Shebab-Rebellen kontrollieren Teile des Zentrums und des Südens des Landes.

    Der britische "Guardian" berichtet, Großbritannien und andere EU-Staaten würden Luftangriffe auf Trainingslager der Shebab-Miliz erwägen. Die Regierung in Mogadischu versicherte vor der internationalen Somalia-Konferenz am Donnerstag in London derweil, sie erziele Fortschritte gegen die Shebab-Miliz. Zugleich begrüßte er aber auch die Überlegungen zu Luftangriffen auf die Rebellen.

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    7 Kommentare

    • P  •  vor 3 Monaten
      ja, unsere grünen, sie machen sich gedanken um andere, aber nicht um die echten deutschen, wer grün wählt ist selber schuld
    • Jörg  •  vor 3 Monaten
      Irgendeiner hat zu viel Bomben produziert und muss sie jetzt schnelltens loswerden, bevor das Wirksamkeitsdatum überschritten wird. Vor Ort zerlegen ist zu teuer, an die EU verkaufen ein lukratives Geschäft.
      Die politischen Geisterfahrer in Brüssel können sie nicht mehr alle auf der Reihe haben.
      Natürlich müssen die Piraten ihre Schnellboote ab sofort für die Bombenschützen deutlich erkennbar machen, ebenso ihre Tanklager und Kommandozentralen. Und wenn dann mal wirklich ein Piratenboot am Strand getroffen wird, werden gerade andere Piraten laut lamentieren, es seien nur harmlose Fischer getötet worden.
      Alles halb so schlimm, die Somalier sind doch nur Kroppzeug, wie fasst alle Menschen außerhalb der westlichen Welt.
      Hoch lebe das Geschäft und der Wohlstand.
      Nicht zu fassen-
      • J. I vor 3 Monaten
        Ich verstehe Deine Argumentation nicht Jörg.
      • Hausi vor 3 Monaten
        Der Jörg soll mal nach Somalia gehen, dann versteht er warum was gemacht werden muss!! So einen Blödsinn zu schreiben wenn man im sicheren Hessen hockt....!!
      • Jürgen vor 3 Monaten
        Kann es sein, Jörg, dass eine Menge Ironie aus deinem Beitrag herauszuhören ist. Daher auch meinen Daumen für Dich.
    • Nobody  •  vor 3 Monaten
      Nur mal so zur Info, falls das jemand nicht mitbekommen hat: Vor ein paar Wochen hat dieselbe Spezialeinheit der Navy Seals, die seinerzeit Osama zu seinen Jungfrauen befördert hat, in Somalia in einer Nacht- und Nebelaktion Geiseln befreit und alle Entführer liquidiert. Wetten, in Zukunft werden es sich die Piraten zweimal überlegen, ob sie amerikanische Staatsbürger entführen? Und was macht Europa im Gegenzug? Lasst uns erst mal darüber diskutieren, wie weit die "Küste" reicht, wenn wir Küsteneinsätze erlauben. Ohne Worte.
      • Karl vor 3 Monaten
        Hab ich garnicht mitbekommen. Find ich super gut! Künftig sollten die nach Beendigung der Aktion gleich noch 2 - 3 Daisycutter auf das Lager der "Entführer" abwerfen! Die können dabb zu ihren Jungfrauen gehen, werden sich nicht zu Terroristen entwickeln und Afrika wird dann vieleicht auch mal bewohnbar.
    • sandergepeter  •  vor 3 Monaten
      Ich denke da an einen Herrn H. ,1933-1945, hätte es ein Pirat gewagt ein deutsches Schiff anzugreifen ? Ich glaube nicht
    • Tom  •  vor 2 Monaten
      diese maßnahme ist schon längst überfällig. es reicht eben nicht, die piraten nur
      auf hoher see zu bekämpfen. man muß ihre logistik und ihre basen zerstören.
      mit den heute zur verfügung stehenden technischen aufklärungsmitteln, dürfte
      sich diese maßnahme sicherlich, als nicht allzu schwierig erweisen.
      unbemannte, bewaffnete drohnen, haben sich doch bereits auf anderen
      kriegsschauplätzen, als wirkungsvolle waffe erwiesen.
      wie man allerdings in dem bericht: " EU verlängert Anti-Piraten-Mission Atalanta"
      lesen konnte, hat Deutschland dagegen aber Vorbehalte.
      nach der devise: täterschutz geht vor opferschutz.

      es ist doch egal, welche motive die piraten für ihr schändliches tun auch haben.
      es sind kriminielle handlungen, die es zu bekämpfen gilt.
    • Georg K  •  vor 3 Monaten
      Überlegt doch einmal was man ganz früher mit Piraten gemacht hat. Das hat damals gewirkt, warum soll das heute nicht gehen?. Es handelt sich bei diesen Kreaturen um übelste Kriminelle, die sich selbst permanent außerhalb der zivilisierten Gesellschaft stellen.
    • John Walker  •  vor 3 Monaten
      Wer an die Rehabilitierung von Piraten glaubt, der glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann. Eine militärische Intervention ist immer dann von Nöten, wenn alles Andere fehlgeschlagen ist, oder aufgrund der Zustände, andere Maßnahmen keine Aussicht auf Erfolg haben, im Hinblick auf das Ziel, Schiffe friedfertig ihre Reise fortführen zu lassen. Hier geht es um deutsche Handelsschiffe, deren Export deutscher Waren und Importe durch diese Wasserwege gesichert werden muss. Diese deutsche Zimperlichkeit, im Umgang mit ernstzunehmenden Problemen hat mich schon immer gestört. Man wartet und wartet auf etwas, was nicht eintreten wird. Klar müssen Marinekräfte das Gebiet befrieden. Zivile Handelsschiffe dürfen nicht bewaffnet sein, also warum diese ewige Warterei?
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