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    Mit Nikotinkaugummis fällt die Entwöhnung schwerer

    Wiesbaden (dapd). Endlich rauchfrei - davon träumen viele Raucher. Um sich die Entwöhnung zu erleichtern und Entzugssymptome abzumildern, setzen viele auf Nikotinersatzpräparate wie beispielsweise Nikotinkaugummis. Jürgen Selzer, Diplom-Pädagoge und Suchttherapeut aus Wiesbaden, rät ab: "Viele Menschen berichten mir, dass ihnen die Kaugummis überhaupt nichts gebracht haben."

    Problematisch sei die ständige Verlockung und Verfügbarkeit. "Sie werden dann schnell in ähnlichen Situationen eingenommen, wie zuvor die Zigaretten geraucht wurden", sagt der Experte. Das heißt: Wer vor allem in Stresssituationen raucht, greift nun auch in Stresssituationen zum Kaugummi.

    "Bei der Entwöhnung muss das Gehirn aber lernen, in diesen Rauch-Situationen auch ohne Nikotin klarzukommen", sagt der Experte. Das Durchbrechen der Rauchgewohnheiten und Rituale sei also mit Kaugummis häufig noch schwerer zu realisieren als ohne, sagt Selzer: "Und viele, die scheitern, rauchen nachher sogar noch mehr als vorher."

    dapd

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