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    Mladic fordert Verschiebung seines Prozesses

    Den Haag (dapd). Der wegen Kriegsverbrechen vor dem Haager UN-Tribunal angeklagte bosnische Serbenführer Ratko Mladic hat den Ausschluss des Vorsitzenden Richters wegen Befangenheit gefordert. Zudem solle der kommende Woche geplante Beginn seines Prozesses verschoben werden, forderten seine Anwälte am Freitag in einer schriftlichen Eingabe. Richter Alphons Orie sei voreingenommen, weil er an mehreren Prozessen gegen Mladics Untergebene teilgenommen habe. Zudem habe er die Anklage bei der Vorbereitung des Prozesses gegen Mladic bevorzugt.

    Orie war bereits aus dem Verfahren gegen den bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic 2008 ausgeschieden, nachdem dieser eine ähnliche begründete Beschwerde vorbrachte. Mladics Anwälte erklärten, auch Ories niederländische Staatsangehörigkeit mache ihn bezüglich der Anklagen wegen des Massakers an bosnischen Muslimen 1995 in Srebrenica befangen. Niederländischen UN-Soldaten in Srebrenica ist vorgeworfen worden, nicht entschieden gegen die Ermordung von 8.000 bosnischen Muslimen eingeschritten zu sein.

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