Das berühmteste Murmeltier der USA hat den Amerikanern ungeachtet milder Temperaturen sechs weitere Winterwochen vorhergesagt. Das meteorologisch bewanderte Nagetier Punxsutawney Phil kam aus seiner Höhle nahe der Ortschaft Punxsutawney in Pennsylvania - und konnte wegen des guten Wetters seinen eigenen Schatten sehen. Gemäß der Tradition bedeutet dies, dass der Winter noch sechs Wochen dauert.
Nach einem alten Brauch muss Phil immer am 2. Februar außerhalb seines Baus nach seinem Schatten Ausschau halten. Sieht er ihn und zieht sich erschreckt in seine Höhle zurück, bleibt es noch mindestens sechs Wochen lang Winter. Sieht das Murmeltier seinen Schatten nicht - weil schlechtes Wetter ist - soll der Frühling direkt vor der Tür stehen.
Weltweit berühmt wurde der Brauch durch die Komödie "Und täglich grüßt das Murmeltier" (1993) mit Bill Murray und Andie MacDowell in den Hauptrollen. Die Tradition des "Groundhog Day" geht auf deutsche Einwanderer zurück, die aus dem Murmeltierverhalten Rückschlüsse für den Beginn der Aussaat ziehen wollten.
Die Zuverlässigkeit des Murmeltier-Orakels ist allerdings äußerst umstritten. So dürften Kritiker Phils diesjährige Vorhersage kritisch sehen, da der Winter in den USA diesmal äußerst mild ist. Im vergangenen Jahr hatte Phil dagegen einen baldigen Frühlingsbeginn angekündigt, während der Winter besonders schneereich und kalt war.
Möglicherweise sollten sich die Amerikaner besser an Phils Konkurrenten Charles G. Hogg aus dem Staten Island Zoo in New York halten: Er sah seinen Schatten nicht, erwartet also mildes Wetter bis zum meteorologischen Frühlingsbeginn.


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