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    Mutmaßliche Alkohol-Panscher in Tschechien gefasst

    Verdächtigen drohen lange Haftstrafen

    Nach dem Skandal um gepanschten Alkohol in Tschechien mit zahlreichen Toten haben die Behörden nach eigenen Angaben die beiden mutmaßlichen Haupttäter identifiziert. "Gegen die beiden Personen wurden Ermittlungen wegen eines besonders schweren Verbrechens eingeleitet", sagte Staatsanwalt Roman Kafka im osttschechischen Zlin. Die beiden Beschuldigten hätten "vorsätzlich eine hoch giftige Mischung von Methanol und Ethanol hergestellt". Diesen gepanschten Alkohol hätten sie anschließend an einen Alkoholvertrieb geliefert.

    Den Verdächtigen drohen nach Angaben Kafkas zwischen zwölf und 20 Jahre Haft. Die Behörden nannten nicht die Namen der beiden, einer von ihnen ist demnach aber ein 42-jähriger Mann aus Ostrava im Nordosten des Landes. Dieser habe ein umfassendes Geständnis abgelegt, sagte Kafka. "Diese Menschen waren sich vollkommen bewusst, dass sie die Gesundheit und das Leben anderer Menschen bedrohten." Im Rahmen des Skandals ermitteln die Behörden ingesamt gegen 42 Menschen, 22 wurden vorübergehend festgenommen.

    An dem gepanschtem Alkohol sind in Tschechien mindestens 25 Menschen gestorben, Dutzende weitere kamen ins Krankenhaus. Die Regierung in Prag untersagte daraufhin den Verkauf von Spirituosen mit einem Alkoholanteil von mehr als 20 Prozent. Auch Polen und die Slowakei schlossen sich mit Verkaufsverboten an. In Deutschland warnten die Behörden vor Spirituosen aus Tschechien. Später verhängte Prag auch ein Ausfuhrverbot für Alkohol. Nach tschechischen Polizeiangaben ist noch immer eine große Menge des gepanschten Alkohols im Handel.

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