Niedergelassene Kassenärzte und Psychologen sollen im kommenden Jahr mehr Geld erhalten. Spitzenvertreter der Ärzte und der gesetzlichen Krankenkassen einigten sich auf eine Erhöhung der Honorare um je nach Region zwischen drei bis vier Prozent und legten damit ihren wochenlangen Honorarstreit bei.
Der Schlichter des gemeinsamen Bewertungsausschusses der Ärzte und Krankenkassen, Jürgen Wasem, bezifferte den Wert der Honoraranhebung auf einen Betrag zwischen 1,15 und 1,27 Milliarden Euro. Die konkrete Honoraranhebung in den verschiedenen Bundesländern muss erst noch ausgehandelt werden, da darin ein Regionalfaktor einfließt, der von der jeweils unterschiedlichen Alterszusammensetzung und Krankheitsbelastung abhängt.
Die Kassenärzte hatten einen Honorarzuschlag um elf Prozent oder 3,5 Milliarden Euro verlangt. Andreas Köhler, Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) sprach von einem Kompromiss, der für die Versicherten Gutes bewirke. Johann-Magnus von Stackelberg, Vizepräsident des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) kündigte an, die Einigung ermögliche es, die Grundversorgung der Versicherten mit neuen Leistungen zu erweitern.



