Die NATO hat bei einem Luftangriff nach eigenen Angaben die Propagandamaschinerie von Libyens Machthaber Muammar el Gaddafi ins Visier genommen. Die Attacke mit Präzisionsmunition habe sich gegen drei Übertragungsstationen des Staatsfernsehens in Tripolis gerichtet, teilte ein NATO-Sprecher mit. Die Rebellen nahmen nach der Ermordung ihres Militärchefs Abdel Fatah Junes den Anführer einer Miliz fest.
Die NATO habe beabsichtigt, "Gaddafis Nutzung von Satellitenfernsehen als Mittel zur Einschüchterung der libyschen Bevölkerung und zur Anstachelung zur Gewalt gegen sie zu schwächen", erklärte NATO-Sprecher Roland Lavoie. Das Ausmaß der Schäden an den Anlagen in der libyschen Hauptstadt werde geprüft. Lavoie bezeichnete den Angriff als notwendig, da Gaddafi das Fernsehen "zur systematischen Unterdrückung und Bedrohung von Zivilisten" nutze. Der Direktor des Fernsehsender El Dschmahirija, Chaled Basilia, erklärte, bei den Angriffen seien drei Kollegen getötet und 15 weitere verletzt worden. Basilia sprach in einer im Fernsehen verlesenen Erklärung von einem "Akt des internationalen Terrorismus". Tripolis wurde in der Nacht von etwa einem Dutzend Explosionen erschüttert, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die NATO hatte ihren Einsatz in Libyen vor rund vier Monaten begonnen, um die Gewalt gegen demonstrierende Zivilisten zu stoppen. Nach dem Tod von Militärchef Junes am Donnerstag nahmen die Rebellen den Chef der Dschirah-el-Obeidi-Brigaden fest. Er habe zugegeben, hinter Junes' Ermordung zu stecken, sagte der für die Wirtschaftspolitik des Nationalen Übergangsrats zuständige Rebellenvertreter Ali Tarhuni. Nach weiteren Beteiligten werde noch gesucht, auch das Motiv für das Attentat sei unklar. "Wir wissen nicht, für wen sie arbeiten", sagte Tarhuni. Die USA riefen die Aufständischen nach Junes' Tod zum Zusammenhalt auf. Die Rebellen müssten "schnell und transparent" die Einheit der libyschen Opposition gegen Gaddafi sicherstellen, sagte Außenamtssprecher Mark Toner. Es sei wichtig, das Ziel des demokratischen Übergangs nicht aus den Augen zu verlieren. Toner sprach den Rebellen das Beileid der USA aus. Nach seinen Worten lagen auch Washington zunächst keine gesicherten Informationen darüber vor, wer für das Attentat verantwortlich sein könnte. Junes war am Donnerstag von einer Gruppe Bewaffneter getötet worden. Der General galt lange Zeit als Vertrauter Gaddafis und war bis Januar dessen Innenminister, lief dann aber zu den Rebellen über. Nach Angaben des Chefs des Nationalen Übergangsrats, Mustafa Abdeldschalil, wurde Junes zusammen mit zwei Offizieren getötet, als er von der Front zu Beratungen in die Rebellenhochburg Bengasi beordert wurde. cfm/ju/jvo Tripolis wurde von etwa einem Dutzend Explosionen erschüttert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Der Fernsehsender El Dschmahirija berichtete später, das Hauptquartier des libyschen Staatsfernsehens sei angegriffen worden. Die NATO hatte ihren Einsatz in Libyen vor rund vier Monaten begonnen. Auch libysche Rebellen kämpfen gegen Gaddafis Truppen. Am Donnerstag wurde ihr Militärchef Abdel Fatah Junes von einer Gruppe bewaffneter Männer getötet. Der Nationale Übergangsrat der Rebellen teilte mittlerweile mit, dass er ein Untersuchungskomitee eingesetzt habe, um den Mord an Junes aufzuklären. Der Anführer einer Miliz, der sich zu der Tat bekannt hatte, sei inhaftiert worden, sagte Ali Tarhuni vom Übergangsrat. Weitere Angreifer seien noch auf der Flucht. Auch die Tatmotive und -hintergründe müssten noch geklärt werden. Die USA riefen die Aufständischen nach Junes' Tod zum Zusammenhalt auf. Diese müssten "schnell und transparent" die Einheit der libyschen Opposition gegen Gaddafi sicherstellen, sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums in Washington. Es sei wichtig, das Ziel des demokratischen Übergangs nicht aus den Augen zu verlieren. Nach den Worten des Sprechers hat Washington keine gesicherten Informationen, wer für das Attentat verantwortlich sei.Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden
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