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    NATO will Afghanistan-Kampfeinsatz ab Mitte 2013 beenden

    Deutschland warnt vor Änderung von Abzugsstrategie

    Die NATO will den Einsatz ihrer Kampftruppen in Afghanistan ab Mitte nächsten Jahres beenden. "Der Übergang wird im Verlauf des Jahres 2012 fortgesetzt, und wir erwarten, dass die letzten Provinzen bis Mitte des Jahres 2013 an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben werden", sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel. An einem Ende der Mission im Jahr 2014 solle aber festgehalten werden.

    Die afghanischen Sicherheitskräfte machten Fortschritte, die NATO werde Mitte des Jahres 2013 die Kampfeinsätze ihrer Truppen verringern, sagte Rasmussen bei einem Treffen der NATO-Verteidigungsminister im Brüsseler Hauptquartier der Militärallianz. "Ab diesem Zeitpunkt wird sich die Rolle unserer Kampftruppen nach und nach von Kampfeinsätzen hin zur Unterstützung ändern."

    US-Verteidigungsminister Leon Panetta hatte zuvor auf der Reise zu den Beratungen in Brüssel gesagt, er hoffe, dass die US-Truppen Mitte 2013 oder in der zweiten Hälfte kommenden Jahres auf eine "Ausbildungs- und Beraterrolle" umschwenken könnten. Das bedeute jedoch nicht, "dass wir alle Kampfeinsätze nach 2013 beenden", versicherte Panetta einem Diplomaten zufolge in der Runde der Verteidigungsminister. Die US-Truppen würden sich vor notwendigen Kampfeinsätzen nicht verstecken.

    Auch der französische Staatschef Nicolas Sarkozy hatte kürzlich angekündigt, die Kampftruppen seines Landes bereits 2013 und somit ein Jahr eher als bisher geplant aus dem Krisenland abzuziehen. Ebenso wie US-Präsident Barack Obama muss sich Sarkozy in diesem Jahr Präsidentschaftswahlen stellen.

    Die NATO sieht das kommende Jahr offensichtlich als wichtigen Wendepunkt des seit mehr als zehn Jahren andauernden Einsatzes am Hindukusch. "Wir alle sind der Meinung, dass es 2013 eine Entwicklung der Mission geben wird", sagte der britische Verteidigungsminister Philip Hammond. Die Afghanen müssten bei der Sicherheitsverantwortung dann die "Führungsrolle" übernehmen, auch wenn die ausländischen Kräfte sie weiter bei Kämpfen unterstützten. Beim NATO-Gipfel in Mai in Chicago soll der Zeitplan für das Jahr 2013 einem US-Vertreter zufolge genauer festgelegt werden.

    Panetta betonte aber ebenso wie Rasmussen, dass die bisherige Strategie für ein Ende des Einsatzes Ende des Jahres 2014 beibehalten werde. "Bis dahin brauchen wir eine angemessene Truppenstärke, auch deutscher Soldaten, um die Übergabe in Verantwortung seriös durchführen zu können und um den Abzug geordnet zu organisieren", sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU). "Der Weg bis zum Ende des Jahres 2014 vollzieht sich natürlich in Schritten."

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    2 Kommentare

    • Andreas  •  vor 3 Monaten
      Wie weltfremd sind diese Politiker?
      Da wird ein durch und durch korruptes System unetrstützt.
      Die afghanischen Truppen unterstützen? Das ist ekine Armee! Die ANA ist eine unmotivierte Bande von Straßenräubern.
      Wenn die NATO abzieht, geht die Macht an die Taliban - das sit schon jetzt klar.
      Ich frage mich nur, wie es sich weiter entwickeln wird. Ob Afghanistan dann offen mit Pakistan Bruderschaft pflegen wird, quasi als Waffenbrüder? Wie wird das Indien sehen.
    • Hanna  •  vor 3 Monaten
      Hoffentlich schnallt das auch die deutsche Politik und macht nicht munter dort noch weiter, während alle anderen ausländischen Truppen längst weg sind! ;-)
      Und, ja, Andreas, ich glaube schon, dass Afghanistan und Pakistan sich dann verbrüdern. Schließlich gehören sie der gleichen Kultur, der gleichen Religion an, was für diese Völker nicht unwichtig ist.
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