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    Higgs-Teilchen: Neue Entdeckung bei Suche nach "Gottesteilchen"

    Namensgeber Peter Higgs zeigt sich begeistert

    Auf der Suche nach dem Higgs-Boson haben Wissenschaftler ein neues Teilchen entdeckt. Das bisher unbekannte Partikel entspreche offenbar dem sogenannten Gottesteilchen Higgs-Boson, teilte am Mittwoch das europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf mit. Es müssten aber noch weitere Daten gesammelt werden. CERN-Wissenschaftler hatten auf der Suche nach dem Higgs-Boson in den vergangenen Monaten eine Reihe von Experimenten mit dem weltgrößten Teilchenbeschleuniger LHC vorgenommen.

    "Wir haben einen Meilenstein in unserem Verständnis von der Natur erreicht", sagte CERN-Generaldirektor Rolf Heuer. Der CERN-Physiker Yves Sirois sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Es könnte das Higgs-Boson sein, das wir gefunden haben, was ein Licht darauf werfen würde, wie gleich zu Beginn des Universums Materie entstehen konnte."

    Namensgeber Peter Higgs, der 1964 entscheidende Grundlagenarbeit zu dem Partikel veröffentlicht hatte, zeigte sich begeistert. "Ich habe nie erwartet, dass das noch zu meinen Lebzeiten passiert. Ich sollte meine Familie bitten, eine Flasche Champagner kaltzustellen", äußerte sich der zurückhaltende britische Physiker in einer Stellungnahme der Universität von Edinburgh.

    Mit dem sogenannten Higgs-Mechanismus wird im Standardmodell der Elementarteilchen-Physik erklärt, wie die Teilchen - also die Grundbausteine der Materie - ihre Masse erhalten. Die Suche nach dem Higgs-Teilchen gehört zu den zentralen Aufgaben des LHC-Teilchenbeschleunigers an der französisch-schweizerischen Grenze. Mehr als hundert Meter unter der Erde lassen die CERN-Wissenschaftler dazu in dem 27 Kilometer langen Ringtunnel Protonen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit aufeinanderprallen.

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