Berlin (dapd). Die deutschen Sparer verlieren durch die Inflation Milliarden Euro auf Tagesgeldkonten und Sparbüchern. So sinkt der reale Wert der privaten Ersparnisse nach Berechnungen der "Welt am Sonntag" auf Jahressicht um 13,1 Milliarden Euro, weil die Teuerung derzeit über dem Zins vieler kurzfristiger Anlagen liegt. Grundlage der Berechnungen sei die Zinsstatistik der Bundesbank, die unter anderem durchschnittliche Effektivzinssätze und Einlagevolumen ausweist.
Allein bei täglich fälligen Einlagen, die laut Bundesbank bei 758 Milliarden Euro liegen, werde aus dem Durchschnittszins von 0,88 Prozent pro Jahr nach Abzug der Inflationsrate von aktuell 2,1 Prozent ein Verlust von 1,22 Prozent, hieß es. Das führe zu einem jährlichen Kaufkraftverlust von 9,3 Milliarden Euro. Laut Bundesbank verfügen die privaten Haushalte über Bankeinlagen in Höhe von insgesamt 1,4 Billionen Euro.
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