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    Not-OP: Chirurgen haben Zange vergessen

    Das Röntgen war eigentlich nur ein Routine-Check. Einige Wochen nach einer Blinddarm-OP begutachteten Ärzte an einem britischen Krankenhaus die Aufnahmen des Patienten. Doch was sie dabei entdeckten, ließ sie zusammenzucken - vor Scham. Kleinlaut mussten sie den Patienten informieren, dass man bei der OP eine 20 Zentimeter lange Zange in seinem Körper vergessen habe. Der Mann musste sofort notoperiert werden. In diesem Jahr haben sich in der britischen Grafschaft Vorfälle jener Art gehäuft.

    Not-OP: Chirurgen vergessen 20 Zentimeter-Zange in Patient (Symbolbild: thinkstock)„Solche Dinge sollten nicht passieren und sie passieren sehr, sehr selten“, erklärte Julie Pearce laut dem Nachrichtenportal „Kent Online“ . Sie ist Oberschwester des „East Kent Hospitals University Foundation Trust“, zu dem auch das Krankenhaus, an dem sich der besondere Vorfall ereignet hatte, gehört. „In den letzten drei Jahren hatten wir nur ein solches Ereignis und wir machen 90.000 chirurgische Eingriffe im Jahr.“

    Der Hintergrund: Ein Patient musste Wochen nach seiner Blinddarm-Operation in einem Krankenhaus in der Grafschaft Kent notoperiert werden. Dabei entfernten die Mediziner eine 20 Zentimeter lange Zange, die bei dem vorangegangenen chirurgischen Eingriff vergessen worden war.

    Bei Operationen gehört es zum Standardverfahren, dass die Instrumente vor und nach dem Eingriff nachgezählt werden. „Wenn ein Instrument fehlt, werden normalerweise Röntgenaufnahmen von dem Patienten gemacht, solange er noch im OP-Saal ist.“ Allerdings ist die Prozedur offenbar nicht fachgerecht durchgeführt worden, räumte die Oberschwester weiter ein. Zwar wurde der Unterleib des Patienten untersucht, aber er sei nicht komplett geröntgt worden. Mittlerweile habe man aber eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet, ließ das Krankenhaus verlauten.

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    Die vergessene Zange ist jedoch nicht der einzige beunruhigende Vorfall. Insgesamt haben sich nach Information von „KentOnline“ drei solcher Patzer binnen drei Jahren in Krankenhäusern der Grafschaft Kent ereignet. Die zwei anderen Fälle, bei denen Teile eines für Operationen benötigten Bohrers in den Patienten vergessen wurden, hätten sich am „Medway Maritime Hospital“ in der Stadt Gillingham abgespielt. Beide Male hätte man sich jedoch dazu entschieden, die Fremdkörper nicht operativ zu entfernen - sondern im Körper zu belassen. „Ob das Risiko, erneut zu operieren, größer ist, als es sein zu lassen, muss stets neu abgeschätzt werden“, erklärte Dr. Mike Smith, Vizepräsident des Patientenverbands „Patients’ Association“. Am besten sei es natürlich, solche Vorfälle komplett zu vermeiden.


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