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    Obama setzt sich als erster US-Präsident für die Homo-Ehe ein

    Washington (dapd). Barack Obama hat sich in einer historischen Erklärung als erster amtierender US-Präsident offen für die Homo-Ehe ausgesprochen. "Ich habe in Bezug auf die Homo-Ehe gezögert, zum Teil, weil ich dachte, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausreichend seien", sagte Obama am Mittwoch in einem Interview dem Fernsehsender ABC. "Mir war bewusst, dass für viele Menschen der Begriff 'Ehe' etwas ist, das mächtige Traditionen beinhaltet, religiöse Überzeugungen und so weiter." Nun sei es ihm persönlich wichtig, "hervorzutreten und gleichgeschlechtlichen Paaren zuzusichern, dass sie die Möglichkeit haben sollten, zu heiraten".

    Schwulen- und Lesbenverbände weltweit begrüßten die Erklärung, zu der sie Obama seit langem aufgefordert hatten. Die polarisierende Frage der Homo-Ehe dürfte nun zu einem prominenten Thema im Präsidentschaftswahlkampf werden und könnte vor allem jüngere demokratische Wähler mobilisieren.

    Obamas wahrscheinlicher republikanischer Herausforderer Mitt Romney widersprach der Erklärung des Präsidenten umgehend und sagte, seiner Meinung nach solle die Ehe auf einen Mann und eine Frau beschränkt bleiben.

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