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    US-Justiz drängt Google und Apple zu mehr Datenschutz

    US-Regierung plant "Charta für den Datenschutz"

    Meistgelesene Artikel - Wirtschaft

    Sechs führende Technologiekonzerne haben sich gegenüber der US-Justiz zu mehr Datenschutz verpflichtet. Google, Apple, Microsoft, Amazon, Hewlett-Packard und Research-in-Motion (RIM) sagten auf Drängen der kalifornischen Justizministerin zu, die Privatsphäre der Nutzer von Smartphones und Tablet-PCs stärker zu beachten. Unterstützung erhielt auch eine geplante Datenschutz-Charta der Regierung in Washington.

    Kaliforniens Justizministerin Kamala Harris erklärte, dass sich die betroffenen Konzerne zu neuen Regeln für ihre sogenannten App-Stores verpflichtet hätten. Demnach soll jedes Miniprogramm, das sich Nutzer auf ihre Geräte herunterladen, klare Datenschutzbestimmungen erfüllen. So muss der Nutzer etwa künftig erfahren, welche Informationen die App über ihn sammelt und welche Angaben dabei mit anderen Nutzern geteilt werden. Bei Verstößen drohen Klagen mit Geldstrafen von bis zu 5000 Dollar pro Nutzer der beanstandeten App.

    "Diese Vereinbarung schützt die privaten Daten von Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die Apps nutzen", sagte Harris. "Wir schaffen mehr Transparenz und geben den Nutzern die Kontrolle darüber, wer Zugang zu ihren Daten hat und was damit gemacht wird." In einem halben Jahr solle überprüft werden, ob die neuen Regeln eingehalten würden. Die sechs Konzerne, mit denen die Vereinbarung geschlossen wurde, machen der "Los Angeles Times" zufolge 95 Prozent des Marktes für mobile Betriebssysteme auf Smartphones und Tablet-PCs aus.

    Die von der US-Regierung geplante Datenschutz-Charta sieht unter anderem vor, dass Internetnutzer Unternehmen daran hindern können, ihre Spuren im Internet aufzuzeichnen und beispielsweise für personalisierte Werbung zu nutzen. Webbrowser sollen demnach einen Knopf für mehr Datenschutz erhalten. Klicken die Nutzer darauf, wollen die großen Internetkonzerne die Aktivitäten der Nutzer nach eigener Aussage nicht mehr nachverfolgen.

    "Wenn ein Verbraucher sich dafür entscheidet, dass seine Daten nach den Vorgaben (der Charta) nicht mehr gesammelt werden, wird dies von allen Unternehmen gleichermaßen befolgt", erklärte der Internetwerbeverband DAA. Akzeptieren wollen die Datenschutz-Charta den Angaben zufolge unter anderem Google, Microsoft, Yahoo und AOL. Überwacht werden sollen die Regeln demnach von der für Verbraucherschutz zuständigen Behörde FTC.

    "Die amerikanischen Verbraucher können nicht länger auf klare Regeln warten, die garantieren, dass ihre persönlichen Informationen online sicher sind", erklärte Präsident Barack Obama. Das Vertrauen der Nutzer sei "unabdingbar für das weitere Wachstum der digitalen Wirtschaft". Zuletzt hatte es in den USA Datenschutz-Debatten unter anderem rund um das soziale Netzwerk Facebook und den Internetriesen Google gegeben.

    Die Justizminister zahlreicher US-Bundesstaaten forderten Google-Chef Larry Page auf, eine geplante Umstellung der Datenschutz-Bestimmungen zu stoppen. Die neuen Regeln würden "offenbar die Privatsphäre der Nutzer" verletzen. Google will rund 60 Datenschutz-Regeln und Allgemeine Geschäftsbedingungen für verschiedene Google-Dienste ab März zu einem einzigen Text zusammenführen. Dafür will der Konzern aber auch die Daten seiner Nutzer aus allen Angeboten miteinander verknüpfen.

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    10 Kommentare

    • wervoe  •  vor 3 Monaten
      @hustenstorch: wenn ich ein sauberes blatt bin, soll doch der staat schnueffeln soviel er will .................oder hast du was zum verstecken?? voe3
      • Rudi Ratlos vor 3 Monaten
        wervoe, wenn du ein sauberes Blatt bist, kann sich der Staat ja auch grundsätzlich in deinem Wohnzimmer einnisten, deine Telefongespräche überwachen und ähnliche staatstragende Dinge veranstalten. Ich glaube nicht, dass das wirklich jemand will. Ich hätte etwas zu verstecken, und das nennt sich Privatleben.
    • Sara  •  vor 3 Monaten
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    • thomas s  •  vor 3 Monaten
      Plötzlich nach Jahren fällt ihnen das auf! Nachdem die selben Amis Daten umfangreich sammeln und auswerten um zu schnüffeln ist ihnen der Datenschutz etwas wert? Verlogen und unglaubwürdig! Selbst in anderen Ländern spionieren sie ohne Moral und Gewissen.
      • Wolfgang vor 3 Monaten
        Die schlimmsten Schnueffler findest Du doch direkt in Deutschland. Informier dich mal ueber Schufa, Infoscore, Creditreform usw. und du weisst, was Datenschutz in Deutschland wert ist.
        Was die nach Stasi-Manier an Daten sammeln, laesst den glaesernen Buerger heute schon Realitaet werden.
      • fritz vor 3 Monaten
        Oder den Regierungstrojaner (der sehr stümperhaft geschrieben sein soll)
      • Robert Leßig vor 3 Monaten
        Es werden Spitzenleistungen vollbracht, gegen die ist die Stasi Kindergarten.
    • Hustenstorch  •  vor 3 Monaten
      Aha und gleichzeitig schnüffeln aber Staat und Geheimdienste in den Daten der User rum.
      )m
    • Bim  •  vor 3 Monaten
      Na wenn er erlich für Datenschutz ist,dann sollte er auch ACTA ad acta legen.. Wahlkampf,nix anderes..
    • Martin  •  vor 3 Monaten
      Wer glaubt denen bitte noch?
    • pneistroll  •  vor 3 Monaten
      Naja, wer dabei auf Gesetze vertaut und sich nicht selbst schützt, glaubt eh alles was einem die Werbung erzählt. Firefox und alles ausser dem wichtigsten Cookis blocken, fertig, aus.
    • Al  •  vor 3 Monaten
      schafft dieses Drecks- Netzwerk FACEBOOK nun endlich ab!
      • Carmen vor 3 Monaten
        @Al, da bin voll deiner Meinung! Ist bei uns zu Hause seit Wochen ein Streitthema.Mein Sohn (12J.) will sich unbedingt bei Facebook anmelden, will aber nicht nach meinen Regeln spielen. Was mir halt schwer im Magen liegt, ist die neue Lifeline! Und scheinbar ist ja Fb. der einzige Internetriese, der die Datenschutz-Charta bisher nicht akzeptiert hat. Das gibt einem doch schon sehr zu denken.
      • afsd vor 3 Monaten
        Das Netzwerk lebt von _freiwillig_ herausgegebenen Daten und von _freiwillig_ registrierten Usern. Willst du das Netzwerk zerstören, dann müssen die Leute nur dieses ignorieren.
      • thomas s vor 3 Monaten
        Kommunizieren kann man auch anders als in diesem Faceblablabla... Traurig das viele seriöse Unternehmen dort vertreten sind...
    • Si  •  vor 3 Monaten
      An alle.
      Also offensichtlicher kann man eine Kanalisierung von Daten nicht mehr betreiben.
      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Also ehrlicher kann man nicht mehr sein, nur geschickt es sehr schön einzupacken, so daß der Empfänger sich freut, dieses Paket aufzumachen.

      Gruss an alle
    • wervoe  •  vor 3 Monaten
      viel geschrei ..... um was ....... ich benutze das internet, bin ein relativ normaler weltbuerger, bin weder kriminell noch sektenanhaenger, noch terrorist, ........... also was solls, wer kann mir was anhaben wenn er meine daten, WELCHE ICH VEROEFFENTLICHE, nutzt?????? wie der mensch handelt, sagt, schreibt , faehrt, denkt, ........... muss er doch selbst verantworten, und nicht andern seine unfaehigkeit anlasten wollen. voe3