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    Offizielle Anklageerhebung gegen mutmaßliche Drahtzieher von 9/11

    Fünf Angeklagte äußern sich zur Schuldfrage nicht

    Mehr als zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ist gegen den mutmaßlichen Drahtzieher Khalid Sheikh Mohammed und vier Mitangeklagte am Samstag offiziell Anklage erhoben worden. Die mutmaßlichen Al-Kaida-Mitglieder sollen sich vor dem US-Militärgericht in Guantanamo auf Kuba wegen Verschwörung, Anschlägen auf Zivilisten, Mord, Flugzeugentführung und Terrorismus verantworten. Sie müssen mit der Todesstrafe rechnen.

    Neben dem 47-jährigen Pakistaner Khalid Scheikh Mohammed, der als Chefplaner des Al-Kaida-Anführers Osama bin Ladens galt, müssen sich der Saudiaraber Mustafa Ahmad Al-Hawsawi, Mohammeds Neffe Ali abd Al-Aziz Ali sowie die Jemeniten Ramzi Binalshibh und Walid bin Attash für eine Verwicklung in die Anschläge verantworten. Der neunstündige Gerichtstermin am Samstag war das erste Mal seit mehr als drei Jahren, dass die Inhaftierten in der Öffentlichkeit zu sehen waren.

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    Zu der Frage ihrer Verantwortung für die Anschläge äußerten sich die fünf Beschuldigten nicht. Sie erschienen vor Gericht in weißer Kleidung, zum Teil trugen sie Turbane. Sheikh Mohammed hatte seinen langen Bart offenbar mit Henna gefärbt. Binalshibh ergriff als einziger das Wort, um Vorwürfe gegen das Gericht zu erheben. "Ihr werdet uns töten und anschließend sagen, wir hätten uns das Leben genommen", sagte Binalshibh zum Richter James Pohl.

    Bei den Anschlägen mit gekaperten Passagierflugzeugen auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington starben 2976 Menschen. Die fünf Männer waren zwischen 2002 und 2003 festgenommen und anschließend in geheimen CIA-Gefängnissen und in Guantanamo inhaftiert worden. Mohammed gestand in Haft seine Beteiligung an den Anschlägen von 11. September, doch seine Aussagen wurden vermutlich unter Folter erzwungen.>

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    Das Verfahren gegen die Männer hatte unter US-Präsident George W. Bush begonnen. Dessen Nachfolger Barack Obama stoppte es wegen rechtsstaatlicher Bedenken gegen die Militärprozesse in Guantanamo, scheiterte jedoch mit seinem Vorhaben, den Angeklagten vor einem Bundesgericht in Manhattan den Prozess machen zu lassen. Vor gut einem Jahr erlaubte Obama dann neue Militärprozesse in Guantanamo. Bis zum Beginn der Hauptverhandlung könnten noch Monate vergehen, die nächste Sitzung des Gerichts soll zwischen dem 12. und 15. Juni stattfinden.

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