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    Opposition fordert Stellungnahme Schavans zu Plagiatsvorwürfen

    Oppermann: Bildungsministerin sollte nicht länger schweigen

    Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) ist von der Opposition zu einer Stellungnahme hinsichtlich der Plagiatsvorwürfe gegen ihre Doktorarbeit aufgefordert worden. Für Schavan als Bildungsministerin gälten "besondere Maßstäbe", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, der "Bild am Sonntag". Die Ministerin habe "Vorbildfunktion für alle Studierenden", sie müsse selbst das größte Interesse daran haben, "dass alle Vorwürfe um ihre Doktorarbeit schnell aufgeklärt werden". Daher solle sie "nicht länger schweigen".

    "Anonyme Hinweise hin oder her, Frau Schavan muss das jetzt aufklären", sagte der Parlamentsgeschäftsführer der Grünen, Volker Beck. Die Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bundestag, Dagmar Ziegler, hatte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" gesagt, sollten die kursierenden Vorwürfe zutreffen, sei Schavan als Ministerin nicht zu halten.

    In dem Internet-Blog schavanplag.wordpress.com wird die Ministerin wegen ihrer Zitierweise kritisiert. Die Autoren werfen ihr vor, auf 56 von 325 Seiten Quellen teilweise nicht ausreichend deutlich gemacht zu haben. Schavan hatte nach dem Studium der Erziehungswissenschaft, der Philosophie und der Katholischen Theologie in Bonn und Düsseldorf 1980 den Doktortitel erworben. Die CDU-Ministerin hatte die Plagiatsvorwürfe bereits vor einigen Tagen zurückgewiesen. Schavan ist seit 2005 Bildungsministerin und zählt zu den engsten Vertrauten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

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