Als Reaktion auf mögliche Waffenverkäufe nach Saudi-Arabien und Angola fordern die Oppositionsparteien ein Mitspracherecht des Bundestags beim Rüstungsexport. Die derzeitige "Geheimniskrämerei" sei ein "Relikt des Kalten Krieges", erklärte der abrüstungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Michael Groschek. Groschek kritisierte, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrem Besuch in Angola den Verkauf von Patrouillenbooten angeboten hatte: "Solche Rüstungsgeschäfte in die parlamentarische Sommerpause zu legen, ist schon ein starkes Stück."
Auch Linken-Chefin Gesine Lötzsch kritisierte Merkels Angebot an Angola. "Angela Merkel hat aus der Debatte im Bundestag über die Lieferung von Panzern nach Saudi-Arabien nichts gelernt", erklärte Lötzsch. "Unsere Schlussfolgerung ist: Waffengeschäfte dürfen nicht mehr hinter dem Rücken des Bundestages getätigt werden." Die Grünen-Verteidigungsexpertin Katja Keul forderte die Bundesregierung zur Aufklärung auf. "Die Bundesregierung muss schnellstmöglich erklären, welche Art von Schiffen sie an Angola liefern lassen möchte", erklärte Keul. Eine Genehmigung für die Ausfuhr bewaffneter Kriegsschiffe wäre ein Verstoß gegen die Rüstungsexportrichtlinien. "Die Kanzlerin sollte sich nicht für Waffenausfuhren an Despoten, sondern für demokratische und rechtstaatliche Reformen und die Menschen in Angola einsetzen", forderte Keul.Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden
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