Als der 16-jährige Caleb aus dem US-Bundesstaat Mississippi vergangene Weihnachten unerwartet verstarb, waren seine Eltern untröstlich. Acht Monate später durften April und Owen Beaver dann immerhin einen kleinen Trost erfahren: Sie konnten das Herz ihres Sohnes wieder schlagen hören – in der Brust eines Herzpatienten.
Es sollte ein Weihnachtsfest wie jedes andere werden – doch dann erlitt der 16-jährige Caleb aus dem US-Bundesstaat Mississippi plötzlich zwei Schlaganfälle in Folge. Am 23. Dezember 2011 wurde er sofort in eine Klinik gebracht und fiel dort ins Koma. Kurz darauf erklärten die Ärzte April und Owen Beavers Sohn für gehirntot. Offenbar hatte ihr Junge seit seiner Geburt an einer Blutkreislauf-Störung gelitten.
Nur zwei Tage nach Calebs Einlieferung wurden die Geräte abgeschaltet, berichtete die britische Zeitung „Daily Mail“. Die Beavers beschlossen, Herz, Nieren, Lungen, Leber, Bauchspeicheldrüse und Hautgewebe ihres Sohnes zu spenden.
Seit dem erschütternden Todesfall hoffte seine Mutter auf ein Zeichen ihres Sohnes. „Ich betete zu Gott und flehte ihn weinend an, mir einen Traum oder ähnliches zu schenken. Ich wollte mich Calebs Herz nahe fühlen“, sagte sie gegenüber dem Fernsehsender „WLOX-TV“. „Ich wollte sein Herz schlagen hören.“
Am nächsten Tag schon wurden die Gebete der verzweifelten Mutter erhört: Sie fischte den Brief eines Mannes aus dem Bundesstaat Kentucky aus ihrem Postkasten. Der Mann schrieb, er wolle sie treffen, um ihr persönlich zu danken. In seiner Brust schlage jetzt nämlich Calebs Herz.
Der Psychiater Dr. Charles Shelton hatte einige Monate vor Calebs Tod erfahren, dass eine Entzündung sein Herz stark geschädigt hatte, so die „Daily Mail“. Zum Überleben benötigte er ein neues Herz. Am 26. Dezember 2011 erhielt er die Nachricht, dass ein Spenderherz für ihn gefunden worden war.
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April Beaver holte Charles Shelton, seine Frau und seine beiden Söhne am Flughafen in Gulfport ab. Nach einer herzlichen Umarmung zogen die Mutter des Verstorbenen und Shelton gleichzeitig ein Stethoskop aus der Tasche. Sie hatten den gleichen Gedanken: Beaver konnte so das Herz ihres Sohnes schlagen hören. Anschließend durften auch die anderen Familienangehörigen Calebs Herzschlag in Sheltons Brust lauschen. Für den Psychiater ist es selbstverständlich, den Beavers den Abschied von ihrem Sohn zu erleichtern – schließlich hat ihm sein Herz das Leben gerettet. „Es ist ein Wunder, absolut erstaunlich“, sagte er gegenüber „WLOX-TV“. „Hier bin ich, und es geht mir sogar besser als vor drei oder vier Jahren.“
Calebs Herz scheint in Sheltons Brust auch sonst sehr gut aufgehoben zu sein – die beiden Männer haben viel gemeinsam. Wie Shelton wollte auch der Verstorbene später einmal als Mediziner arbeiten, beide waren Bassisten in einer Band. Die Familie Shelton will nun noch ein paar Tage in Mississippi verbringen, um die Beavers besser kennenzulernen. Zu Calebs Gedenken wollen sie Luftballons in den Himmel steigen lassen und so auch auf die Notwendigkeit von Organspenden aufmerksam machen.
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Yahoo! Nachrichten – Mo., 20. Aug 2012Werden Sie ein Fan von Yahoo! Nachrichten auf Facebook
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