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    Oxfam fordert stärkere Kontrolle des Munitionhandels

    Jährlich werden zwölf Milliarden Patronen produziert

    Angesichts einer Zunahme des weltweiten Handels mit Munition hat die Hilfsorganisation Oxfam eine stärkere Kontrolle gefordert. Jährlich würden rund zwölf Milliarden Patronen produziert, hieß es in einem Bericht von Oxfam, der im Vorfeld der im Juli anstehenden Verhandlungen über ein Abkommen zur Regulierung des internationalen Waffenhandels in New York erschien. Die jährlich produzierten Patronen seien "genug, um jeden Mann, jede Frau und jedes Kind auf diesem Planeten zwei Mal zu erschießen", heißt es in dem Bericht.

    Laut Oxfam wächst der weltweite Handel mit Munition stärker als der Handel mit Schusswaffen selbst. Während mit Munition demnach 4,3 Milliarden Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro) erzielt werden, beträgt der Umsatz für Schusswaffen 2,68 Milliarden Dollar (rund 2,2 Milliarden Euro). "Es ist absolut notwendig, dass der Verkauf von Munition in das Abkommen aufgenommen und besser reguliert wird", sagte Anna Macdonald, die bei Oxfam die Kampagne für Waffenkontrolle leitet. Sie kritisierte zudem, dass es keine weltweiten Kontrollen und Überwachungssysteme über die Verbreitung und den Verbleib von Munition gebe.

    Im sogenannten Arms Trade Treaty (ATT) wollen die UN-Mitgliedsstaaten Regeln gegen die illegale Verbreitung und Produktion von Waffen festhalten. Eine nächste Verhandlungsrunde ist im Juli angesetzt. Zahlreiche Länder, darunter die Vereinigten Staaten, Syrien und Ägypten, sind nach Angaben von Oxfam dagegen, dass das Thema Munition in dem Waffenhandelsabkommen erwähnt wird. Laut Oxfam haben nur 34 Staaten seit 2006 Zahlen über ihre Waffenexporte veröffentlicht. 28 gaben demnach auch Zahlen zur Munition an, darunter Frankreich, Großbritannien und die Vereinigten Staaten.

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